Spielplan 2005

Spielplan

IN FRONT

Donnerstag, 17. November 2005, 20:00

Eröffnungskonzert im Aquis Grana Hotel

Trio Pastuszyk Singer Schmidt

Trio Pastuszyk Singer Schmidt © PROMO

Trio Pastuszyk Singer Schmidt © PROMO

Regina Pastuszyk – cl, bcl
Ludger Schmidt – cello
Ludger Singer – p, weitere Instrumente

Regina Pastuszyk (Klarinette, Baßklarinette), Ludger Schmidt (Cello) und Ludger Singer (Piano und weitere Instrumente) machen, ja erfinden zusammen feinste Musik, die sich tonal, ausgewogen, dicht und klar, vor allem aber formvollendet zwischen den Stilen bewegt. Ein Kammermusikensemble, das sich darauf versteht, die Grenzen zwischen E-Musik (Ernste, komponierte Musik) und U-Musik (Unterhaltungsmusik) durchlässig, ja unbedeutend zu machen, und dadurch sowohl die klassikerfahrenen, als auch die jazzverwöhnten Hörer/innen in ihren Bann zu ziehen.

Im Spannungsfeld zwischen zeitgenössischer, postmoderner Komposition, Jazz-orientierter oder ungebundener Improvisation, weltmusikalischen Episoden aller Art und geradezu überirdisch feinen Klanggebilden entsteht mit Hilfe dreier Ausnahmemusiker und ihrer Erfahrung aus tausenden von Konzerten ein ganzer Klangkosmos, den man in dieser Dichte und Vielfalt in der Musikwelt so leicht nicht wieder finden dürfte.

Dennoch ist dies nicht etwa eine elitäre Kopfmusik nur für »Insider« oder wilde Selbstverwirklichung für verspätete Freejazz-Fans, sondern für jeden Menschen mit neugierigen Ohren ein Hörgenuß erster Güte.

Mit freundlicher Unterstützung von:

Freitag, 18. November 2005, 20:00

Duo Heidtmann Leuchter

Heidtmann/Leuchter © PROMO

Heidtmann/Leuchter © PROMO

Stefan Heidtmann – p
Heribert Leuchter – sax

Stefan Heidtmann
Studium an der Musikhochschule Köln. Künstlerisches Abschlussdiplom im Fach Klavier. Verschiedene Projekte im Bereich Neue Musik/Jazz – u.a. mit Gerd Dudek, Reiner Winterschladen, Dieter Manderscheid, Vitold Rek, Klaus Kugel. Gründer und Leiter des Stefan Heidtmann Projects. Mit diesem Ensemble Gewinner des Kölner jazz a r t – Preises. Rundfunk- , Fernseh- und CD-Produktionen. Tourneen u. a. nach Mexiko.

Heribert Leuchter
Studium in Boston/USA, Köln und Aachen. Saxophonist, Komponist und Arrangeur. Gründer und Leiter des LUX-Orchesters mit ausschließlich Originalwerken und internationaler Besetzung. Zahlreiche Beteiligungen in und CD-Veröffentlichungen mit diversen Ensembles, u.a. als Saxophonist in der Manfred Leuchter Band, mit diesem auch ausgedehnte Goethe-Institut Tourneen durch Asien, Europa und den Nahen Osten. Bühnen- und Filmmusiken. Produktionen für das eigene Label LUXaries Records.

Programm
Das Duo Heidtmann Leuchter besteht seit 1990 und konzertiert seitdem regelmäßig mit einem vielseitigen Repertoire an der Nahtstelle zwischen komponierter Avantgarde und Europäischer Jazzmusik, z.T. auch aus eigener Feder. Das Programm umfasst neben Eigenkompositionen auch ausgewählte Stücke von Miles Davis, Duke Ellington und Herbie Hancock.

Und so urteilt die Presse:
»…das Duo Heidtmann Leuchter weckt Erinnerungen an Eric Kloss und Barry Miles. Aber die beiden Musiker setzen eigene Maßstäbe und suchen die stilistische Vielfalt. Da wird fugenhaft vedichtet, rhythmisch und kontrapunktisch gerangelt, … alles stets in harmonischen Bahnen«. (Kölner Stadtanzeiger)

Bisher sind zwei Produktionen des Duos veröffentlicht worden: Klavier & Saxophon (LUXaries, 1993) und I Mean U (LUXaries, 1998). Zu hören ist ein persönlich geprägter Querschnitt mit Kompositionen von George Gershwin, Erwin Schulhoff, Jean Françaix, Pierre Max Dubois und Alexander Tscherepnin über Jazzstücke von Thelonious Monk, Duke Ellington, Herbie Hancock und Miles Davis bis hin zur Sonate für Sopransax und Klavier von Bill Dobbins.

Duo Beirach Antonioli

Beirach/Antonioli © PROMO

Beirach/Antonioli © PROMO

Laurie Antonioli – voc
Richie Beirach – p

Laurie Antonioli
Laurie Antonioli genießt in den USA Kultstatus. Spätestens seit der Veröffentlichung Ihres Albums »Foreign Affairs« hat sie sich als eine der innovativsten Jazzsängerinnen etablieren können Bobby Mc Ferrin schreibt über sie: »Laurie is truly one of my favorite singers; she’s full of wonderful ideas, has an instinctive musicality, a great sense of humor and is an inspiring improvisor and collaborator«

Richie Beirach
Richie Beirach, einer der großen Erneuerer des modernen Jazzpianospiels, gilt als eine der wichtigsten Figuren in der Entwicklung der moderne improvisierten Musik.Er hat über 100 CD´s unter eigenem Namen oder als Sideman von Dave Liebmann, Chet Baker, Stan Getz, John Scofield und vielen anderen mehr veröffentlicht und einige der meistgespielten Jazzkompositionen geschrieben. Er wurde nominiert für einen Grammy Award und konzertierte in Konzerthallen rund um die Welt. Derzeit ist er außerdem als Leiter der Jazz Abteilung des Felix Mendelsohn-Bartholdy Konservatoriums in Leipzig tätig.

Die Musik des Duos bewegt sich zwischen Jazz Standards, Eigenkompostionen von Richie Beirach mit wunderschönen Texten von Laurie Antonioli bis hin zu einer spontan improvisierten dreiteiligen Suite »Memories, Dreams & Reflections«. Niemals in eingefahrenen Bahnen, immer sehr präsent und mit einer sehr eigenen Ästhetik. Bemerkenswert: Laurie Antoniolis Vokalisationen von Miles Davis Solos über »Flamenco Sketches« und »Blue in Green«.

Samstag, 19. November 2005, 20:00

Jürgen Ruck

Jürgen Ruck © PROMO

Jürgen Ruck © PROMO

Jürgen Ruck – g

Jürgen Ruck – geboren in Freiburg – studierte als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes in seiner Heimatstadt bei Sonja Prunnbauer und in Basel bei Oscar Ghiglia. 1986 erhielt er den ersten Preis beim Deutschen Musikwettbewerb, 1990 den Kranichsteinpreis für die Interpretation Neuer Musik.

Das Repertoire von Jürgen Ruck umfasst Musik vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Er konzertiert in den verschiedensten Kammermusikbesetzungen und trat bei vielen internationalen Festivals auf.

Als Solist spielte er etwa mit dem Berliner Philharmonischen Orchester (in dem er regelmäßig als Gastmusiker mitwirkt), dem Ensemble InterContemporaine Paris, der London Sinfonietta und den Rundfunkorchestern des WDR, NDR, SWR, SR, RAI Mailand und ORF Wien.

Jürgen Ruck engagiert sich besonders für die zeitgenössische Musik: als Gitarrist des Ensemble Modern sowie in der Zusammenarbeit mit Komponisten wie György Kurtág, Hans Werner Henze, Helmut Lachenmann oder John Adams. Bei der Uraufführung von György Kurtágs »Grabstein für Stephan« 1991 mit den Berliner Philharmonikern unter Zoltan Pesko spielte Ruck den Solopart. Das bedeutende Schaffen Hans Werner Henzes für Gitarre bildet einen besonderen Schwerpunkt seines Repertoires. Henze betraute Ruck mit der Einrichtung und Uraufführung zweier neuer Kompositionen für Gitarrenduo. Die CD-Einspielung dieser Werke, die 1999 bei Dabringhaus & Grimm erschienen ist, erhielt den Schallplattenpreis ECHO KLASSIK 2000 in der Sparte »Solistische Einspielung des Jahres für Musik des 20. Jahrhunderts«.

Caprichos Goyescos – Neue Kompositionen für Gitarre solo nach den Radierungen von Francisco Goya
Auf Anregung des jungen, dabei vielseitig profilierten Gitarristen des Ensemble Modern sind ab 2003 in beachtlicher Zahl neue Werke entstanden: musikalische Capricen nach jenen berühmten Grafiken Goyas, welche den Beginn und zugleich einen Höhepunkt der bildnerischen Modernen markieren.
In Anlehnung an den Maler Arnulf Rainer könnte man das Ergebnis als »Verwandlung, Umwandlung abgelagerter Kräfte in neue, präsente Menschen oder gegenwärtige Strahlung, Energie« bezeichnen. Doch sind die Musikstücke eigenständige Kunstwerke, die innermusikalischen Gesetzen folgen und sich nicht im Bezug auf die Bildwerke erschöpfen.
Die 20 KomponistInnen der Caprichos Goyescos – allesamt herausragende jüngere Vertreter der Neuen Musik – bieten eindrucksvoll ein Kaleidoskop der Möglichkeiten moderner Gitarrenmusik.

Kompositionen u.a. von Christopher Brandt, Sidney Corbet, Brett Dean, Bernd Franke, András Hamary, Detlev Heusinger, Claus-Steffen Mahnkopf, Cathy Milliken, Uros Roijko (Die erste von zwei hierzu geplanten CDs wurde neulich bei dem Label MDG veröffentlicht.)

Jürgen Ruck gewann 1986 den ersten Preis beim Deutschen Musikwettbewerb, 1990 den Kranichsteinpreis für die Interpretation Neuer Musik, 2000 den Schallplattenpreis Echo Klassik. Als Solist spielte er etwa mit dem Berliner Philharmonischen Orchester, dem Ensemble InterContemporaine Paris, der London Sinfonietta und den Rundfunkorchestern des WDR, NDR, SWR, SR, RAI, ORF. Zusammenarbeit mit den Komponisten Adams, Henze, Kúrtag, Lachenmann.
Professor für Gitarre der HfM Würzburg und Dozent der Internationalen Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik.

Klaviertrio »elole«

elole © PROMO

elole © PROMO

Stefan Eder – p
Uta-Maria Lempert – Violine
Matthias Lorenz – Violoncello

Das 2001 gegründete elole Klaviertrio aus Dresden präsentiert in seinem Programm am 19. November vier Werke aus den letzten Jahren. Allen Stücken gemeinsam ist, daß sie bestimmte Grenzbereiche des Musizierens ausloten. Bei Giovanni Dettori ist das die Frage danach, wie weit Ostinato als Kompositionsmethode zeitgemäß funktionieren kann. Ian Wilson wagt sich in den schwierigen Bereich einer Musik, die ohne Verzicht auf kompositionstechnische Errungenschaften der letzten Jahrzehnte doch wieder »gegenständlich« wird.

Deutlicher innermusikalisch sind die Bezüge der anderen beiden Stücke: Während bei Konrad Möhwald immer wieder Bekanntes durchscheint – nicht als Zitat, sondern gewissermaßen als Beschwörung einer Aura – so durchleuchtet Charlotte Seither gerade das Bekannte: Der Klangfluß des Klaviertrios wird immer wieder unterbrochen und einzelne Klänge werden im Stillstand wie unter einem Mikroskop betrachtet. Wobei beides, das Tun und das Hinterfragen des Tuns (indem es noch einmal genau ausgeleuchtet wird) untrennbar miteinander verwoben sind.

Hier läßt sich der Anspruch fassen, den Helmut Lachenmann formuliert hat: Musik hat »Sinn doch nur, insofern ihre Strukturen über sich hinausweisen auf Strukturen, das heißt auf Wirklichkeiten um uns und in uns«.

Programm
Konrad Möhwald: Trio (2005) (12′)
Giovanni Dettori: Ostinato (2004) (6′)
Ian Wilson: Catalan Tales (1996) (22′)
Charlotte Seither: Champlève (1994) (10′)

Pressestimmen
Kulturmagazin dresdner, 09/03
»elole heißt die fast anarchische Antwort (…) auf die spiegelglatten Strukturen der Klangerlebnisgesellschaft. Stefan Eder (Klavier), Uta-Maria Lempert (Violine) und Matthias Lorenz (Violoncello) schaffen konzertante Momente voller Spannung, in denen der Augenblick wieder atmen kann, weil Zuhörer und Interpreten gemeinsam auf Entdeckungsreise gehen.«

Sonntag, 20. November 2005, 17:00

Ensemble 88

Ensemble 88 © PROMO

Ensemble 88 © PROMO

Das in der Euregio bestens bekannte Niederländische »Ensemble 88«, benannt nach dem Jahr der Gründung, setzte sich seit Beginn intensiv mit den Werken Zeitgenössischer Komponisten auseinander und und kann auf eine beachtliche Zahl von Uraufführungen zurückblicken. Speziell für das diesjährige In Front Festival präsentiert sich das Ensemble unter dem Titel »Amerikanische Musik in einem spannenden Konzert mit Kammermusik der wichtigsten amerikanischen Komponisten der Neuzeit«.

Sonntag, 20. November 2005, 20:00

Trio Lemke – Nendza – Hillmann

Trio Lemke – Nendza – Hillmann © PROMO

Trio Lemke – Nendza – Hillmann © PROMO

Johannes Lemke – Saxophon
André Nenza – Bass
Christoph Hillmann – Drums

Reviews

Hanna Styrie
Als »Weltzeitmusik« bezeichnen Johannes Lemke (Saxophon & Klarinette), André Nendza (Bass & Bassschlitztrommel) und Christoph Hillmann (Schlagzeug, Dholak, Tombak und Udu) ihre Musik (zwischen Ethno und Modern Jazz). Fernöstlich-Meditatives kommt darin ebenso vor wie höchst irdische Großstadt-Klänge. Einfallsreich und phantasievoll sind die Kompositionen, mal verträumt-versponnen, mal stark rhythmus-betont, dabei immer äußerst melodisch. Perfekt funktioniert das Wechselspiel zwischen den gut aufgelegten Musikern, deren Spiel mal eng miteinander verzahnt ist, mal weit auseinander driftet und wieder zusammenfindet.

Herbert Federsel, jazzdimensions 05/2005
Mit Vorstellungskraft und Phantasie haben Johannes Lemke (Alt-, Sopransaxophon), Andrè Nendza (Bass) und Christoph Hillmann (Schlagzeug, Percussion) ein Musik zusammengestellt, auf dem auch Elemente aus einer Reihe anderer Spielkulturen verwendet werden. Zentrum des Geschehens ist und bleibt aber der Jazz. Auffällig ist der unaufgeregte, respektvolle Umgang der Musiker mit den anderen Musikkulturen. Das Resultat ist keine beliebig konstruierte Melange: Kompetent, einfühlsam, die Qualitäten des Herkunftsmaterials fein erspürend gehen Lemke, Nendza und Hillmann auf weite Reisen und entwickeln spannende Klanglandschaften. Geschmacksicher und mit klaren Vorstellungen lassen sie sich auf nordische, orientalisch-fernöstliche und lateinamerikanische Erfahrungen ein. Mal nachdenklich-melancholisch gestaltet oder fragil-balladesk, mal voller Dynamik, vital und zupackend oder sinnlich-lässig, als ob man an eine Ben-Webster-Tradition anknüpfen wollte … ideenreich und lebendig wird der eigene Standort umspielt, das Unbekannte und Unerwartete gesucht. … Sonny Rollins hat vor fast einem halben Jahrhundert die Messlatte für diese Instrumentalbesetzung wahrlich hoch gelegt. Lemke, Nendza und Hillmann können erhobenen Hauptes zum Sprung ansetzen.

Achim Kaufmann Trio

Achim Kaufmann Trio © PROMO

Achim Kaufmann Trio © PROMO

Achim Kaufmann – Klavier
Frank Gratkowski – Altsaxophon, Klarinetten
Wilbert de Joode – Bass

Anfang 2002 spielten wir unser erstes Triokonzert im Amsterdamer Zaal 100.
Gerade in der Zeit hatte ich auch einige Duokonzerte mit Frank – nach vielen Jahren wieder. Das Zusammentreffen im Trio brachte dann noch eine zusätzliche Dimension – Wilberts Sinn für Drama, für Extremhandlungen, war eine unschätzbare Bereicherung.

Was mich vor allem interessiert, ist Ensemblemusik. Das Aufeinandertreffen dreier musikalischer Energien. Instrumentalklänge, verschmelzend oder kontrastierend. Balance – off balance. Momente der Gefährdung. Nicht unbedingt immer Geschlossenheit. Dafür Spannung – excitement.

Im April 2003 gab es eine Reihe von Konzerten in verschiedenen Ländern (teils auch mit Gästen: Paul Lovens, Hans Burgener). Anfang 2004 erschien die CD kwast mit Liveaufnahmen des Trios. Im Februar 2005 erschien unearth, eine Konzertaufnahme aus dem Kölner Loft, bei dem amerikanischen Label nuscope.

Achim Kaufmann – *1962 – seit 1996 in Amsterdam lebend, leitet u.a. gueuledeloup quartet mit Michael Moore – Trio mit Michael Moore/Dylan van der Schyff – spielt(e) mit Han Bennink, Mark Helias, George Lewis, Tomász Stanko, Paul Lovens, Paul Rutherford, Tristan Honsinger, Misha Mengelberg, Steve Swallow u.v.a. SWR-Jazzpreis 2001 – aktuelle CD knives (solo piano) erschien im Herbst 04 bei Leo Records.

Frank Gratkowski – *1963 – Quartett mit Wolter Wierbos, Dieter Manderscheid, Gerry Hemingway – spielte ausserdem mit Georg Graewe, Fred van Hove, Tony Oxley, Peter Kowald, John Lindberg, Simon Nabatov, Thomas Lehn, Ernst Reijseger, Matthias Schubert etc. Zahlreiche CD-Veröffentlichungen, u.a. auf Leo Records, Red Toucan, Nuscope, Jazzhausmusik, Random Acoustics.

Wilbert de Joode – *1955 – spielt u.a. im Ab Baars Trio, Trio Fuhler-Bennink-de Joode, Eric Boeren Quartet, in Projekten von Michiel Braam, mit Apa Ini (Tobias Delius, Hillary Jeffery und Serigne Gueye), ausserdem Zusammenarbeit mit Steve Lacy, Dennis Charles, Hamid Drake, Derek Bailey, William Parker, Schlippenbach Trio, John Tchicai, Sunny Murray etc. Solo-CD »olo« (Wig, 2002)

Pressestimmen – Trio
Gerda Neunhoeffer, Südkurier 5.4.03
»Man muss es gesehen und gehört haben, wie hier Jazz und alle Facetten neuer Musik zu wahren Höhenflügen der Klangentwicklung vereint werden.«

Bert Noglik, Liner notes zu ‚kwast‘
»Erstaunlich, dass es (immer noch) möglich ist, in einer solchen Besetzung Neues mitzuteilen. Offenkundig geht es nicht um den Drang zur Innovation um ihrer selbst willen, sondern um feinnervige Kommunikationsstrukturen von drei Musikern, die ? jeder für sich ? das Vokabular auf ihren Instrumenten erweitert bzw. neu definiert haben. (…)«

Hans-Jürgen von Osterhausen, Jazz Podium (D) – über ‚kwast‘
»Zwischen diesen drei aussergewöhnlichen Musikern entwickelt sich durch neun Titel hindurch eine fast beispiellos inspirierte Kommunikation. (…) Nicht mehr und nicht weniger als eine Sternstunde aktueller Musik.«

Michael Rosenstein, Signal to Noise (kwast)
»This trio gives reason to go and search out more of Kaufmann’s music. (…) The three spontaneously weave compact pieces full of intricate, multi-threaded interaction. (…) The group can construct spare, riveting music from the quiet hush of bristling detailed textures. They can also shape improvisations that build to a full-bore rush of heated intensity. But what stands out most is how they do this with such a highly-developed group sound…«

Walter Horn, www.bagatellen.com (kwast)
»Each of the nine mid-length tracks here has plenty of substance, drama, sensitivity and virtuosity. Apparently, Gratkowski and Kaufmann first met while studying at the Conservatory of Music in Cologne, and this fact is unsurprising, given the close similarity of their styles. When they?re fast, they?re furious, when they slow down, they exhibit a Bergian languor. One can guess that they listened to a fair amount of Webern, Schoenberg, Boulez, and Carter during those student days and nights in what used to be the avant-garde music capital of the world. (…)«

Greg Buium, down beat magazine
»Kwast is a patient, precise 60-minute abstraction. Amsterdam-based German pianist Achim Kaufmann, de Joode and Gratkowski act as a query-fired engine; the musical questions keep things humming. Some will say this trio sounds like Anton Webern, Jimmy Giuffre and Charlie Parker; others will say its like nothing you’ve ever heard before.«

Marc Chenard, Liner notes zu »unearth«
»In this follow up release, pianist Achim Kaufmann, reedist Frank Gratkowski and bassist Wilbert de Joode have succeeded in meeting one of the prime challenges of improvised music, i.e. of achieving a very different sounding set of music than in its previous effort. In Unearth, these musicians focus moreso on discursive strategies, whereas its predecessor emphasized timbral explorations. (…)«

Pressestimmen – Achim Kaufmann Trio
Reinhard Kager, SWR
»In Knives… schenkt sich der SWR-Jazzpreisträger wahrlich nichts, um neue Klangfacetten zu erschliessen. Durch Griffe ins Innere des Klaviers, durch percussive Effekte oder durch Streichen, aber natürlich auch durch stupende Geläufigkeit auf der Tastatur.«

Christian Carey, Splendid Magazine
»Of all the artists covered this month, pianist Achim Kaufmann takes jazz the furthest out of its traditional confines. His musical language combines formidable traditional chops with the extended playing techniques of avant-garde concert music (à la Cage and Cowell). (…) if Anton Webern had written bebop, this is what it might well have sounded like.«

Dan Warburton, Paris Transatlantic
»Stylistically it’s refreshingly hard to pin down (…) – Kaufmann is fluid, supple, exhibiting a relaxed and nuanced pianism that owes as much to a classical training, and the tradition of the Etude (Debussy and Ligeti..) … Kaufmann’s reading of »2300 Skiddoo« is a real treat (and reveals a thorough knowledge of Misha, Monk – but also Messiaen), but it’s only one of a whole bag of treats on offer here.«