FUCHSTHONE ORCHESTRA - PEAKS & PLOTS
Donnerstag, 01.10.26 um 20 Uhr Klangbrücke Aachen
Ein Orchester als Seismograf der Gegenwart: Mit ihrem 22-köpfigen Fuchsthone Orchestra
verwandeln Christina Fuchs und Caroline Thon Ereignisse, Begegnungen und politische
Spannungen in eindringliche orchestrale Klanggeschichten.
Ein State-of-the-Art zeitgenössischer Jazz-Großensembles, reich an Texturen, brillanten
Arrangements und solistischen Glanzlichtern.
Album Release FUCHSTHONE ORCHESTRA – PEAKS & PLOTS :
29.5.2026 UNIT Records (UTR 5286)
Virtuos und dringlich. So lässt sich die Musik des herausragenden 22-köpfigen „Fuchsthone
Orchestra“ von Christina Fuchs und Caroline Thon beschreiben – beide erfahrene Big-Band-
und Ensemble-Leiterinnen, die sich 2019 zusammentaten, um in Köln ein gemeinsames
Orchester zu gründen, für das sie ihre jeweiligen Kompositionen schreiben und
dirigieren. 2023 veröffentlichten sie ihr Debütalbum „Structures & Beauty“, jetzt erscheint ihr
Folgealbum „Peaks & Plots“, mit der griechischen Vibrafonistin und Perkussionistin Evi Fillipou
als Gastsolistin des Orchesters.
„Peaks“, das sind die Höhepunkte, Ereignisse, Begegnungen und Erfahrungen des Jahres 2025,
von den beiden Komponistinnen musikalisch umgesetzt in „Plots“, den Handlungssträngen und
Erzählungen. Wie von „Savita“, komponiert von Caroline Thon und gewidmet der jungen
deutschen Ukrainehelferin Savita Diana Wagner, die in ihrem berührenden Front-Blogtagebuch
über den Krieg schrieb und während ihres Hilfseinsatzes getötet wurde. Wie in „Taksim“ von
Christina Fuchs, mit Field Recordings aus Istanbul, den Gesängen der Muezzin und
Stadtgeräuschen als Gesamtklangbild der Metropole. Entstanden auch in der Zeit politischer
Unruhen, als sie sich während einer Künstlerinnenresidenz dort aufhielt. „Taksim“ ist der Name
des zentralen Platzes, bedeutet jedoch auch darüber hinaus „musikalische Improvisation“.
Oder in der unruhigen, sich zur Revolte steigernden Komposition „Le Champ“ von Caroline
Thon, basierend auf der Feldtheorie des Soziologen Pierre Bourdieu, als Appell für gerechtere
Ressourcenverteilung. Einige Stellen, so Thon, hätten die aggressive Energie von Rockmusik,
verbunden mit elektronischer Minimal Music, dem Element von Wort als Klang und den
metallisch-melodischen Klangflächen des Vibrafons von Evi Fillipou. Beim Komponieren folge
sie auch Bela Bartóks Kernmotiv-Theorie, durch fortlaufende Variation ein komplexes
Musikwerk aus einer einzigen kompositorischen Zelle zu entwickeln.
Christina Fuchs beschreibt ihre kompositorische Praxis als Klangsuche und Erweiterung. Mit
dem Rhythmus beginnend, entwickelt sie kompositorische Skizzen, die als Fragmente zu
Klangcollagen werden. Zu Schichten, die sich wie Ereignisse ineinander und übereinander
legen. „Jeder Akkord hat eine Vertikalität für mich“, erklärt sie. Caroline Thon beginnt mit einer
melodischen Idee, die sich zu einer Gesamtkomposition erweitert. Mit ineinander
geschichteten Spannungsbögen.
Immer auch mit dem Anspruch, mit gesellschaftspolitischen Themen auch künstlerisch Stellung
zu beziehen und dazu ihr kompositorisches Spektrum kontinuierlich klanglich zu erweitern
und zu vertiefen. Fuchs und Thon arbeiten mit verdichteten rhythmischen und melodischenTexturen geklöppelter Klangstrukturen, Elektronik und Live-Sampling der Computermusikerin
und Klangkünstlerin Eva Pöpplein, die sie mit Big-Band-Bläser-Sätzen, Violine und Gesang zu
einem Gesamtkunstwerk werden lassen.
Genre-Grenzen erweiternd und aufhebend bilden sich Noise-Flächen, in die virtuose
Bläsersätze eintauchen, aus denen sich Soli und improvisatorische Binnenflächen herauslösen,
sich bis zum Flüstern verlangsamen, um dann wieder zu einer großformatigen Klanglandschaft
zu werden. Zu einer Dynamik von Stille und der Energie ausbrechender, brachialer Tutti.
Meisterhaft geleitet von den beiden Dirigentinnen, als klangliche Erzählung und Nachspüren
von Form und Material, von Peaks & Plots.
FUCHSTHONE ORCHESTRA Line up
Christina Fuchs & Caroline Thon (Leitung, Komposition, Dirigat)
Feat. Evi Filippou (perc, vibraphon)
Roger Hanschel, Julian Drach, Veit Lange, Jens Böckamp, Kira Linn (saxes)
Simon Eckert, Matthias Knoop, John-Dennis Renken, Matthias Bergmann (trumpets)
Philipp Schittek, Matthias Schuller, Moritz Wesp (trombones)
Wolf Schenk (basstrombone, tuba), Zuzana Leharovà (violin)
Filippa Gojo (voice), Laia Genc (piano), Andreas Wahl (guitar), Alex Morsey (bass)
Jens Düppe (drums), Eva Pöpplein (electronics, live samples)
Karten Abendkasse: 25,- / 15,- (Ermäßigung für Music-Loft Schüler, Schüler, Studenten, Aachenpass)
Unter 18 Jahren FREI ! (Begrenztes Kontingent)