Jens Düppe Quartett

Jens Düppe Quartett

Samstag, 16.02.19 um 20 Uhr Klangbrücke Aachen

WDR Jazzpreis 2019

 Preisverleihung des WDR Jazzpreises aus dem Theater in Gütersloh: 

https://www1.wdr.de/radio/wdr3/programm/sendungen/wdr3-jazz-world/fuenfzehntes-jazzfest-guetersloh-jens-dueppe-100.html

Nach Jens Düppe’s Debut CD Anima, welche von der amerikanischen Fachpresse als „leading light for modern jazz“ (Chris Spector – Midwest Record) bezeichnet wurde, legt der Kölner Schlagzeuger, Komponist und aktueller WDR Jazzpreisträger 2019 nur zwei Jahre später nach, und zwar mit seiner zweiten CD: DANCING BEAUTY heißt sie und wurde prompt zum ECHO JAZZ 2018 nominiert. Inspiriert ist sie durch neun Zitate von John Cage, einem der größten Musikpioniere des vergangenen Jahrhunderts. Allesamt stammen sie aus seinem Buch Silence. Das Ergebnis: 9 Kompositionen, allesamt im Sinne von Cage, frei von Genregrenzen und musikalischen Schranken. So erzählt der Kölner Schlagzeuger mit seiner Band eine große Geschichte von neuen Horizonten, Neugierde und musikalischer Freiheit. Das Ganze bleibt keinesfalls verkopft, sondern gerät zu einem äußerst genüsslichen Klangabenteuer und fesselt den Zuhörer ab der ersten Sekunde. „Alles, was wir machen, ist Musik“, sagt Cage – und was für welche! Diese vier hervorragenden Jazzer präsentieren ein prickelnd-kreatives Konzert voll von heroischen Momenten, suchend-träumerischen Klängen und „tanzender Schönheit“.

Jens Düppe – dr. / composition

Frederik Köster – trp

Lars Duppler – piano

Christian Ramond – bass

14.2. um ca. 22.00 Uhr kommt auf WDR 3 ein 10 minütiger Beitrag zu dem Konzert !





Karten Abendkasse: 15,- / 10,- (Ermäßigung für Schüler, Stundenten, Aachenpass)

Ludger Singer

Hören und Sprechen über Neue Musik

Ludger Singer

Freitag, der 08.02.2019 um 19:30 Uhr im Seminarraum der Klangbrücke

der Komponist und Multiinstrumentalist Ludger Singer ist in der Region als virtuoser Pianist und Instrumentallehrer gut bekannt. Er beherrscht in überzeugender Weise verschiedene Genres heutiger Musik, wie Jazz, freie Improvisation und neuer Musik . Im Rahmen der Serie „Hören und Sprechen über neue Musik“ werden seine wichtigsten CDs mit unterschiedlichen Formationen vorgestellt.

Viel zu wenig bekannt sind seine Kompositionen, die eine völlig eigene Handschrift auszeichnen. Von einem seiner zahlreichen Kompositionen soll eine Kostprobe aus dem Duo für Altsaxophon und Klavier vorgestellt werden. Egal, ob  in einem klassischen Jazztrio (Kräm Fräsch Trio) oder als Klaviersolist (Aspherix) , die Musik von Ludger Singer ist packend, intelligent und immer wieder überraschend.

Besondere Aufmerksamkeit soll seinem Werk für das  Clavicord gewidmet werden, mit dem er erstaunliche musikalische Effekte und Stimmungen ausbreitet.

Daneben sind seine Fähigkeiten der Improvisation auf der Trompete, der Posaune, Didgeridoo und anderen zum Teil selbst hergestellten Instrumenten bemerkenswert.

Es lohnt sich, das Werk eines der vielseitigsten musikalischen Künstler hier in der Region kennen zu lernen.

 

Vorbereitet werden die Treffen von Hören und Sprechen über Neue Musik von Hans-Walter Staudte und Günter Härtel

Der Eintritt ist frei, daher ist für diese Veranstaltung  keine Online-Kartenreservierung möglich.

P.U.L.S.E

Foto Wilhelm Jünger




Vergabe des Spielstättenprogrammpreises 2018/19 mit Werner Hüsgens - P.U.L.S.E.

Freitag, 18.01.19 um 19 Uhr Klangbrücke Aachen

Die Gesellschaft für Zeitgenössische Musik Aachen e.V. ist mit ihrer Spielstätte die Klangbrücke in diesem Jahr erneut mit der dem Spielstättenprogrammpreis NRW ausgezeichnet worden, und richtet in diesem Jahr die Preisverleihung aus.

Der Aachener Saxophonist und Komponist Werner Hüsgen spielt im musikalischen Teil der Preisverleihung mit seiner Band P.U.L.S.E., die mit excellenten Musikern aus den Jazz-Szenen von Amsterdam, Köln, Brüssel und der Euregio besetzt ist.

Zu hören sein wird aktuelles Material aus dem 2017 beim Schweitzer Jazz-Label Unit-Records erschienenen Album Kobaltblau.

Die Eigenkompositionen von Hüsgen spielen teilweise mit den Traditionen akustischer und elektrischer Jazz-Großformationen, durchbrechen diese aber immer wieder durch überraschende Wendungen in ausgefeilten Arrangements, die die zahlreichen Klangfarben einer mit vier Bläsern und zusätzlicher Perkussion ausgestatteten Band auf verblüffende Art ausschöpfen. Lyrische Passagen und kraftvolle rockige Anteile ergänzen sich zu einem wundervollen Gesamtkunstwerk, niemals abgehoben, aber immer mit einer gewissen Kante ausgestattet, die eingefahrene Hörgewohnheiten auf den Kopf stellt.

Jazz, der aus den Wurzeln von Soul, R&B, World und Latin schöpft.

Werner Hüsgen – as/ss/fl/com, Hans-Peter Salentin – tpt /flh, Peter Hermesdorf – ts, Tobias Wember – tbn, Sebastian Scobel – p/keyb, Wolf Martini – guit, Uwe Böttcher – bass, Gerd Breuer – Drums, Lukas Meile – perc.

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Zeitgenössische Musik Aachen in Zusammenarbeit mit dem Landesmusikrat NRW

Der Eintritt ist frei

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Charlotte Bray

Hören und Sprechen über Neue Musik

Die Komponistin Charlotte Bray

Freitag, der 11.01.2019 um 19:30 Uhr im Seminarraum der Klangbrücke

Beim ersten Termin von Hören und Sprechen über Neue Musik in diesem Jahr wird die junge britische Komponistin Charlotte Bray Thema sein. Bray hat sich mit einer lebhaften, expressiven Tonsprache voller lyrischer Intensität alsherausragendes Talend ihrer Generation eingeführt. Die Künstlerin studierte bei Mark-Anthony Turnage am Royal College of Music. Sie zieht Inspiration aus dem, was sie umgibt Poesie, bildende Kunst und Natur dienen ebenso als Impuls für ihre kreative Arbeit wie menschliche Begegnungen oder politische Ereignisse.

Vorbereitet werden die Treffen von Hören und Sprechen über Neue Musik von Hans-Walter Staudte und Günter Härtel

Der Eintritt ist frei, daher ist für diese Veranstaltung  keine Online-Kartenreservierung möglich.

Neuerscheinungen des Jahres Neue Musik

Hören und Sprechen über Neue Musik

Neuerscheinungen des Jahres Neue Musik

Freitag, der 07.12.2018 um 18 Uhr im Seminarraum der Klangbrücke

vorbereitet werden die Treffen von Hören und Sprechen über Neue Musik von Hans-Walter Staudte und Günter Härtel

 

Der Eintritt ist frei, daher ist für diese Veranstaltung  keine Online-Kartenreservierung möglich.

Big Bandits „Colors of Christmas“

Big Bandits: "Colors of Christmas" feat.: Sabine Kühlich

Freitag, 07.12.18 um 20 Uhr Klangbrücke Aachen

Jazz-Big-Band – Weihnachten? Aber sicher! Frank Sinatra, Bing Crosby, Count Basie und viele andere große Namen haben sich dem Thema gewidmet.

Aber es geht auch etwas anders!

Bei ihrer weltweiten Suche nach Songs für ihr erstes Weihnachtsprogramm „Colors of Christmas“ sind die Big Bandits auf aufregend schöne und teils auch ungewöhnliche Arrangements gestoßen und haben ein Programm kreiert, das einen Bogen spannt von bekannten „klassischen“ Weihnachtsliedern zu Gospel-Songs und klassischer Musik. Swingend, beschaulich und manchmal auch rockig.

Für dieses Konzert ist es uns gelungen, wieder einige neue Arrangements zu beschaffen, unter anderem aus dem Weihnachtsprogramm von Götz Alsmann mit der WDR-Bigband und von renommierten Arrangeuren aus den USA.

Wir freuen uns schon jetzt auf die Interpretationen der „Montreux Jazz Voice Competition“ Gewinnerin Sabine Kühlich , die wir wieder als besonders lieben Gast begrüßen dürfen, und die diesen Arrangements ihre eigene persönliche Note verleihen wird.

Sie ist bereits aus der Zusammenarbeit mit den Big Bandits für das Projekt „Sounds of Today“ bekannt ist. Lassen Sie sich überraschen: Weihnachten mit dem fulminanten Klangkörper einer Big Band, instrumental und mit Gesang – „Colors of Christmas“.

Leitung: Werner Hüsgen

Featuring: Sabine Kühlich

 





Karten Abendkasse: 15,- / 10,- (Ermäßigung für Schüler, Stundenten, Aachenpass)

Tilo Weber Quartet „Four Fauns“

Tilo Weber Quartett mit "Four Fauns"

Freitag, 23.11.18 um 20 Uhr Klangbrücke Aachen

Mein Leben?!: ist kein Kontinuum! (nicht bloß durch Tag und Nacht in weiße und schwarze Stücke zerbrochen!) (…) ein Tablett voll glitzernder snapshots.“

Das Quartett des Berliner Schlagzeugers Tilo Weber lässt sich von Arno Schmidts snapshots inspirieren und erzeugt mit einer beeindruckenden Farbpalette von warmen Pastellfarben bis schillernden Blautönen einen bunten Klangteppich. Schmidt erklärt das Kontinuum des Lebens zur Illusion und liefert den vier Faunen eine Steilvorlage sich in der Musik von Raum und Zeit zu lösen.

Mit Richard Koch an der Trompete und Hayden Chisholm am Altsaxophon trifft Feuer auf Wasser. Der nachdrückliche Puls von Kontrabassist Andreas Lang grundiert eine Ebene auf der Schlagzeuger Tilo Weber sein volles klangliches und melodische Potenzial entfalten kann.

Diese traditionsreiche Quartettformation entwickelt dabei einen völlig neuen Sound, der sich aus den Tiefen der klassischen Musik speist und eine große Brücke zur zeitgenössischen Musik und der Avantgarde des Jazz schlägt.

Die kontrapunktischen Kompositionen von Weber loten die Grenzen der Dreistimmigkeit aus und überzeugen durch eine erfrischende Transparenz. Jazzstandards werden rückwärts gespielt und Präludien für fugenähnliche Balladen improvisiert. Die „Four Fauns“ begeistert durch eine stilistische Bandbreite und präsentieren einen zeitgenössischen Jazz der nicht avantgardistisch um den Preis der emotionalen Kälte ist und ohne Klischees auskommt.

Hayden Chisholm – Saxophon

James Banner – Bass

Richard Koch – Trompete

Tilo Weber – Schlagzeug





Karten Abendkasse: 15,- / 10,- (Ermäßigung für Schüler, Stundenten, Aachenpass)

Pablo Held Trio

Pablo Held Trio

Samstag, 17.11.18 um 20 Uhr Klangbrücke Aachen

Das Pablo Held Trio ist derzeit eine der lebendigsten und bedeutendsten Formationen des europäischen Jazz. Es überschreitet die Grenzen zwischen Komposition und Improvisation, indem es auf Festlegungen – eine Abfolge von Themen und einen vorgezeichneten Weg, diese zu präsentieren – bei Konzerten verzichtet. Das Risiko radikaler Spontaneität verleiht dem Trio seit Jahren Flügel, so dass es zum Modell einer Ästhetik geworden ist, welche man nur bei wenigen Künstlern findet. Die Kohäsion des Pablo Held Trios beruht auf Freundschaft und auf dem schöpferischen Willen, beständig Neuland zu betreten. Das künstlerische Gewicht und die Eigenständigkeit der drei Ausnahmemusiker ist ein Anziehungspunkt für einen wachsenden Kreis kongenialer Musiker des europäischen und amerikanischen Kontinents, die das Trio häufig erweitern. Die beindruckende Entwicklung des Pablo Held Trios ist auf nunmehr acht CDs dokumentiert.

Pablo Held (p), Robert Landfermann (b), Jonas Burgwinkel (dr)

 





Karten Abendkasse: 15,- / 10,- (Ermäßigung für Schüler, Stundenten, Aachenpass)

Marc Andres Oper „Wunderzaichen“

Hören und Sprechen über Neue Musik

Marc Andres Oper "Wunderzaichen"

Freitag, der 02.11.2018 um 20 Uhr im Seminarraum der Klangbrücke

Vorbereitet werden die Treffen von Hören und Sprechen über Neue Musik von Hans-Walter Staudte und Günter Härtel

Der Eintritt ist frei, daher ist für diese Veranstaltung  keine Online-Kartenreservierung möglich.

80 Jahre Reichspogromnacht

Neue Musik Ensemble Aachen - Verfemte Komponisten, verbotene Musik

Sonntag 28.010.18 um 19 Uhr Klangbrücke Aachen

Musik und Schicksale jüdischer Komponisten unter dem Nazi-Terror – Musik, die nie (wieder) erklingen sollte!

„Unser Wille, Kunst zu schaffen, ist immer so stark gewesen wie unser Wille zu überleben.“                          Pavel Haas, Theresienstadt

Aus der Sicht eines Kindes beschreibt Mona Golabek in ihrer Autobiographie „Die Pianistin von Wien“ die Ereignisse der Pogromnacht. Noch bevor die offene Gewalt gegen die jüdische Bevölkerung nach der Kristallnacht legitimiert wurde, wurden jüdische Bürger verschiedenen Schikanen ausgesetzt. Der jungen Pianistin wurde der Klavierunterricht verwehrt, obwohl sie zu den begabtesten Schüler ihrer Lehrer gehörte. Aber es traf auch etablierte musikalische Persönlichkeiten, denen leitende Funktionen entzogen,  weitere Tätigkeit verwehrt und ihre Werke als Entartete Kunst bezeichnet und verboten wurden.

Komponisten wie S. Adler und U. Mamlok mussten ihre Heimat verlassen. Andere wie Viktor Ullmann und Gideon Klein wurden zunächst nach Theresienstadt deportiert und dann mit sogenannten Osttransporten in die Konzentrationslager gebracht und dort ermordet. Zikmund Schul starb in Theresienstadt in Folge einer Tuberkulose. Jozef Koffler wurde nach Auflösung des Ghettos in Wieliczka erschossen. R. Wertheim musste sich lange Zeit auf Grund ihrer jüdischer Herkunft verstecken. Sie hat den Krieg schwer traumatisiert überlebt und starb vier Jahre nach Kriegsende.

All diese Komponisten/innen schrieben Musik mit Blick in die Zukunft auf höchstem Niveau. Einige von Ihnen konnten nur ein großes musikalischen Versprechen hinterlassen und wurden in ihrer fruchtbaren Schaffensphase zum Schweigen gebracht, andere überlebten und  entwickelten eine eigene moderne Tonsprache.

In diesem besonderen Konzert stellt das Neue Musik Ensemble Aachen die Kompositionen vor, die nie entstehen sollten oder zum Vergessen verurteilt wurden. Begleitet werden die Werke von Texten von und über die Komponisten/innen.

Musik von:

Zikmund Schul (1916-1944) 2 Chassidische Tänze für Viola und Cello op.15 (1941/42)
Józef Koffler (1896-1944) Kantate , Die Liebe für Singstimme, Klarinette, Viola und Cello op.14 (1931)
Viktor Ullmann (1898-1944) Brezulinka – Drei jüdische Lieder für Stimme und Klavier (1944)
Gideon Klein (1919- 1945) Streichtrio (1944)
Rosy Wertheim (1888- 1949) Trois Chansons für Flöte, Harfe, Stimme (1939)
Marius Flothius ( 1914 -2001) Quintette, pour flûte, violon, alto, violoncelle et harpe, opus 97 , (1994/95)
Ursula Mamlok (1923-2016) When summer sang für Flöte (Picc.),Klarinette, Violine, Cello und Klavier (1980)
Samuel Adler 1928*Triolet für Flöte , Viola und Harfe (1989)

Texte:

U.a. aus dem autobiographischen Roman von Mona Golabek „Pianistin von Wien“, aus den 26 Kritiken über musikalische Veranstaltungen in Theresienstadt von Viktor Ullmann, aus Berichten des in Theresienstadt inhaftierten Geigers Thomas Mandl, aus dem Interview mit Samuel Adler.

Ausführende:
Catharina Marquet – Sopran
Olaf Futyma – Flöten
Regina Pastuszyk – Klarinetten
Martin Schminke – Violine
Tom Morrison – Viola
Cornelia Briese – Cello
Manou Liebert – Harfe
Theo Pauss – Klavier

Eva Weißenböck – Wort





Karten Abendkasse: 15,- / 10,- (Ermäßigung für Schüler, Stundenten, Aachenpass)