Neue Musik - Aktueller Jazz - Improvisierte Musik

Gesellschaft für zeitgenössische Musik Aachen

STIMMEN DER STADT - Neue Musik aus Aachen

Neue Musik

Samstag, 11.04.26 um 20 Uhr Klangbrücke Aachen im Alten Kurhaus

Kompositionen von Viola Kramer, Marc Vogler, Andreas Janssen und Matthias Rein

 

Wohl selten kommt ein Publikum in den Genuss, gleich mehrere komponierende Zeitgenossen aus der eigenen Region kennenzulernen wie in diesem Konzert. Und das nicht nur als die Erschaffer neuer Werke, sondern auch als Interpreten ihrer eigenen Musik auf der Bühne. In der heutigen Zeit der Spezialisierung, in der die Felder der Komposition und der Interpretation häufig getrennt betrachtet werden, erinnert das Format daran, dass es mal selbstverständlich war, dass Musik zunächst von denjenigen aufgeführt wurde, die sie vorher ersonnen hatten.

 

Das Programm besteht aus Werken von einer Komponistin und 3 Komponisten, die sehr unterschiedliche Werdegänge haben:

 

Viola Kramer ist neben ihrem Wirken als Komponistin auch Ensembleleiterin, Pianistin, Vokalistin und Pädagogin. Ihr umfangreiches und vielfach preisgekröntes Werk ist gekennzeichnet durch experimentellen Umgang mit Formen, Klängen, und vereint eine große stilistische Bandbreite. Sie arbeitet mit Live-Elektronik ebenso wie mit klassischen Instrumenten. Die Ausweitung der Möglichkeiten der Stimme über das reine Sprechen und den Schönklang im Gesang hinaus ist ihr ein stetes Beschäftigungsfeld.

 

Marc Vogler kann trotz seines immer noch jugendlichen Alters bereits auf einen beachtlichen Werkkatalog zurückblicken. Gleichermaßen in der Konzertmusik wie in der Oper zu Hause, arbeitet er mit renommierten Ensembles und Institutionen zusammen. Seit 2024 ist Vogler, der 2022 Gewinner des Deutschen Musikwettbewerbs in der Sparte Komposition war, als Composer in Residence an der Oper Dortmund. Seine Musik wird inzwischen auf verschiedenen Kontinenten gespielt, er erhält Kompositionsaufträge von bedeutenden Festivals wie dem Kölner Acht Brücken- Festival und von bedeutenden Klangkörpern. Im vorliegenden Konzert betätigt er sich auf seinem gelernten Instrument, dem Klavier, mit Kompositionen und zusätzlich einer Improvisation.

 

Andreas Janssen ist neben der klassischen Musik auch mit dem Jazz vertraut, er hat eine Ausbildung zum Jazz- Schlagzeuger durchlaufen und spielt ebenso Klavier und singt. Er ist Gründungsmitglied und Initiator des Vokalensembles AaVokaSo (Aachener Vokalsolist*innen) und ist auch als Arrangeur tätig. Janssen komponiert und arrangiert für Theater- und Musicalproduktionen.

 

Matthias Rein ist klassischer Pianist und als solcher in der Region bisher ausschließlich als Instrumentalist bekannt. Er ist als Korrepetitor und Liedgestalter an der Musikhochschule in Aachen tätig. Als Komponist feiert er mit diesem Konzert seine öffentliche Premiere.

 

Die Kompositeure werden auf der Bühne verstärkt durch die Mezzosopranistin Hanna Schäfer, die in Köln und Stuttgart lebt. In der Region ist sie keine Unbekannte, da sie unter anderem in Aachen Gesang (bei Prof. Claudia Kunz- Eisenlohr) studiert hat. Ihr künstlerischer Schwerpunkt liegt im Konzertbereich, darüber hinaus wirkt sie regelmäßig als Gast in verschiedenen Profichören wie dem WDR- Rundfunkchor oder dem SWR- Vokalensemble mit. Ihr Repertoire reicht von der Renaissance bis zur Musik von heute.

 

Karten Abendkasse: 25,- / 15,- (Ermäßigung für Music-Loft Schüler, Schüler, Studenten, Aachenpass)

Unter 18 Jahren FREI ! (Begrenztes Kontingent) 

HÖREN & SPRECHEN ÜBER NEUE MUSIK

Foto©Wilson Ortiz

Atac Sezer (*1979) - türkischer Komponist der Neuen Musik

Ataç Sezer (* 1979 in Istanbul) ist ein türkische Komponist, der zeitgenössische Musik. Er studiert in Istanbul Klavier und Musikwissenschaften, daneben Ney, die traditionelle Rohrflöte der osmanischen Hofmusik. 2002 kam er nach Kassel zum Kompositionsstudium bei Diego Feinstein, danach unter anderem Studien in der Meister Klasse bei Professor Matthias Pintscher in München.
 
Sezer schöpft für seine Werke aus verschiedenen Quellen: Aus 24 unterschiedlichen Ton Systemen der orientalischen Maqam Musik, für die er sich neue Notation Formen erarbeitet hat, aus der Mikrotonalität sowie der elektronischen Musik.
 
Ataç Sezer gehört mit seinem kompositorischen Werk zu den künstlerisch herausragende Komponisten der aktuellen Musikszene. Er betreibt systematisch eine Auseinandersetzung mit den modalen Tonsystemen des arabischen Raums , aber auch mit den Möglichkeiten der Mikrotonalität auch elektronischer Techniken. Weiter forscht er über die Technik und Klänge des arabischen Instrumentariums.
 
Er schreibt für Besetzungen vom Solo bis zum großen Orchester, Elektronik in einer breit gefächerten Kompetenz. Auch wenn orientalische Klangelemente in Westeuropäischer Musik kein Novum sind, sucht Sezer auf unkonventionelle, oft überraschende Weise Verbindungsmöglichkeiten auf Form –, Ton – und Klangtraditionen zu durchleuchten und zu überlagern. Beim Hören entwickeln seine Kompositionen bei mir oft eine Art Sogwirkung, sie sind interessant mit Meisterschaft zwischen Ordnung und Chaos.
 
Hans-Walter Staudte

Freitag, 10.04.26 um 19:30 Uhr im Music Loft Studio der Klangbrücke Aachen

Der Eintritt ist frei – Interessierte sind herzlich willkommen!

Die Treffen werden vorbereitet von Günter Härtel und Hans-Walter Staudte

Constantin Krahmer Septett - Visions Fugitives

Donnerstag, 19.03.2026 um 20 Uhr in der Kammer des Theater Aachen

 

Ein Komponist und Bandleiter mit der Fähigkeit wunderschöne Musik zu schreiben und zu arrangieren, die irgendwo zwischen Jazz, Neuer Musik und Improvisation zu verorten ist. Eine exzellent besetzte Band, durch den nichtbesetzten Bass stets leicht schwebend im Sound mit einer sehr breiten Klangfarben Palette.

 

Werner Hüsgen – Jazzsaxophonist und Kurator dieses Konzerts in der Reihe Kammerjazz des Theaters Aachen

 

Luise Volkmann – Altsaxofon 
Michael Heupel – Flöten 
Sebastian Gille – Tenorsaxofon/ Altklarinette 
Johannes Lauer – Posaune 
Constantin Krahmer – Klavier 
Bertram Burkert – Gitarre 
Leif Berger – Schlagzeug 

 

Nach 15 Jahren in Köln ist der Pianist und Komponist Constantin Krahmer im November 2021 nach Rostock gezogen. Dort hat er einen Lehrauftrag für Klavier an der HMT und hat die internationale Konzertreihe Bron aufgebaut, in deren Rahmen er Musiker*innen für Konzerte nach Rostock einlädt (z.B. Thomas Morgan, Peter Bruun, Zola Mennenöh, Luise Volkmann, Carlos Bica u.v.m.) Darüber hinaus ist er ein sehr aktiver Sideman (Maik Krahl Quartett, Ampair:e, Zuzana Leharova Quartett, etc.) und schreibt Musik für eigene Ensembles: Nach dem im Februar 2022 erschienenen Album Close Up hat er 2024 sein Trio-Debütalbum Care mit Thomas Morgan (b) und Leif Berger (dr) veröffentlicht. 

Das Septett ist sein aktuelles Projekt, mit dem er gerade auf Release-Tour für das Album Visions Fugitives ist (erschienen am 28.03.25 bei Yew Records). 
”Bislang habe ich immer für kleinere Bands geschrieben, Trio, Quartett, Quintett, aber irgendwie hat es mich schon länger gereizt mal für ein mittelgroßes Ensemble zu komponieren. Irgendwas, was noch kein ”Large Ensemble“ oder eine kleinere Bigband ist, sondern wo alle Musiker*innen noch in hohem Grad die Musik mitbestimmen können. Vier Blasinstrumente z.B. können gemeinsam tolle Farben und Texturen kreieren, gleichzeitig ist die Besetzung noch überschaubar und alle können spontan reagieren. Und das ist mir sehr wichtig: Ich möchte meinen Mitmusiker*innen die maximale Freiheit geben, meine Kompositionen sollen wie ein Reservoir an Notentext, an Melodien, mehrstimmigen Passagen, Ideen, etc. sein, aus dem sich aber alle Beteiligten bedienen und die Entscheidung darüber im Moment treffen können. Oder sie haben andere, gute Ideen, auf die ich nicht gekommen wäre, das möchte ich auf keinen Fall einschränken!“ 
 

Mit Visions Fugitives reiht sich Constantin Krahmer in die Gruppe derjenigen Jazzkomponisten ein die ein Gespür für eine gute Balance von Improvisation/Komposition, Herz/Verstand und Konsonanz/Dissonanz haben. Eine Musik die man sich gerne anhört, die inspiriert und die überrascht. Dazu kommt noch, dass die Band wirklich hammermäßig besetzt ist!“ 
 
Nils Wogram, Jazzposaunist  
 
„Constantin Krahmers Septett-Album Visions Fugitives ist eine Kunstgalerie für die Ohren, konzipiert, komponiert und kuratiert von einem Meister der Klangfarbensymbolik und ins akustische Bild umgesetzt von sieben Maler*innen mit prägnanter Pinselführung und klar definiertem Farbbekenntnis.“ 
 
Wolf Kampmann, Jazzjournalist  

 

https://www.youtube.com/watch?v=5isuHVQFn1c 

https://www.youtube.com/watch?v=3Xto85FDUXs 

 

AMORE A PRIMA VISTA - LIEBE AUF DEN ERSTEN BLICK

Neue Musik

Samstag, 07.03.26 um 20 Uhr Klangbrücke Aachen im Alten Kurhaus

Ein Kooperationsprojekt vom DTKV Köln-Aachen in Zusammenarbeit mit der GZM Aachen mit grafischen Werken von Mauricio Kagel und Anestis Logothetis

 

Zwei Neue Musik-Ensembles treffen erstmalig aufeinander. Das gemeinsame künstlerische Thema: Grafische Partituren von Mauricio Kagel. Jedes Ensemble hat für sich das Stück Prima Vistavon Mauricio Kagel erarbeitet. Nun begegnen sie sich in einem spannenden Setting. Das Publikum kann unmittelbar miterleben, wie aus den projizierten Dia-Bildern Musik entsteht und wie die Musik des einen Ensembles mit der Musik des anderen Ensembles in Dialog tritt, ihr ins Wort fällt, sie unterstützt oder konterkariert. Dabei ist nichts planbar, denn das Notenmaterial wird jeweils vom anderen Ensemble gesteuert. Das Konzert wird eröffnet mit zwei grafischen Kompositionen, in denen sich die beiden Neue Musik Ensembles jeweils vorstellen, bevor sie sich dann in Prima Vistabegegnen.

 

Das Kölner Quartett interpretiert Ludwig van, eine Metacollage von Mauricio Kagel, in der ausschließlich Musik von Beethoven erklingt, allerdings in unerwarteter Form, teils im Original, teils kaleidoskopartig collagiert, gespielt auf bekannten oder außergewöhnlichen Instrumenten mit den unterschiedlichsten Spielpraktiken. Auch Beethoven selbst kommt mit Brieftexten zu Wort. Die Musikerinnen präsentieren 50 Jahre nach Kagels Metacollage Ludwig vandie Musik der Vergangenheit als Musik der Gegenwart. Die Partitur besteht aus Abbildungen einer Inneneinrichtung, die mit Beethoven-Notenblättern beklebt sind. Was die Interpreten spielen, beruht auf deren subjektiver Wahrnehmung. 

 

Das Neue Musik Ensemble Aachen führt eine grafische Partitur von Anestis Logothetis, des in Ostrumenien geborenen Komponisten griechischer Herkunft, auf. Seine grafische Notation zeichnet sich durch einen hohen Grad an Systematik und Präzision aus. Im Gegensatz zu vielen offenen, eher assoziativen grafischen Partituren entwickelte Logothetis ein eigenes Zeichenvokabular, dessen Elemente relativ klar definierte klangliche Bedeutungen haben (z. B. für Dichte, Dauer, Intensität oder Bewegungsrichtung). Der Komponist verstand seine Notation nicht als bloße Inspiration, sondern als alternative, eigenständige Notenschrift, die zwischen traditioneller Notation und freier Grafik vermittelt.

 

Mitwirkende:

 

Köln:
Irene Kurka – Sopran

Dorrit Bauerecker – Klavier/Akkordeon/Toypiano

Dorothee Haddenbruch – Klavier/Toypiano

Katharina Stashik – Saxophon

Aachen:

Neue Musik Ensemble Aachen (NMEAC):

Olaf Futyma – Flöten (Picc.Alt.Bass)

Regina Pastuszyk – Klarinette/Bassklarinette

Manou Liebert – Harfe

Theodor Pauss – Klavier/Synthesizer/Electronics


Karten Abendkasse: 25,- / 15,- (Ermäßigung für Music-Loft Schüler, Schüler, Studenten, Aachenpass)

Unter 18 Jahren FREI !! (Begrenztes Kontingent)

HÖREN & SPRECHEN ÜBER NEUE MUSIK

Foto© Astrid Karger (2004)

Michael Reudenbach

Infos folgen

Freitag, 06.03.26 um 19:30 Uhr im Music Loft Studio der Klangbrücke Aachen

Michael Reudenbach (*1956 in Aachen – ) 

ist ein deutscher Komponist. Er tritt als Interpret Alter und Neuer Musik auf. An diesem Abend wollen wir uns gemeinsam seine Kompositionen Neuer Musik anhören und austauschen. 

Der Eintritt ist frei – Interessierte sind herzlich willkommen!

Die Treffen werden vorbereitet von Günter Härtel und Hans-Walter Staudte

foto©Shai Levy

JAN GERDES

Neue Musik - Klavier Solo "EAST-WEST-CENTRAL-SOUTH"

Samstag, 07.02.26 um 20 Uhr Klangbrücke Aachen im Alten Kurhaus

EAST-WEST-CENTRAL-SOUTH                                                               

Afrikanische und afrodiasporische zeitgenössische Klaviermusik

Jan Gerdes- Klavier

 

Der Klavierabend „ EAST-WEST-CENTRAL-SOUTH“ des Berliner Pianisten Jan Gerdes präsentiert zeitgenössische afrikanische und afrodiasporische Klaviermusik der Jahre 1986-2020.

Jan Gerdes gehört zu den interessantesten und wandlungsfähigsten Musikern seiner Generation. Als vielfach ausgezeichneter Pianist beherrscht er sowohl das klassisch-romantische als auch das zeitgenössische Repertoire. Internationales Aufsehen erregte er 2024 mit dem Album „EAST-WEST-CENTRAL-SOUTH“ mit zeitgenössischer afrikanischer Klaviermusik.

In einer zunehmend multipolaren und diversifizierten Szene der zeitgenössischen Musik möchte dieser Klavierabend das aktuelle zeitgenössische Musikschaffen des afrikanischen Kontinents sowie der aktuellen afrodiasporischen Szene in den Fokus der Aufmerksamkeit stellen.

Es ist spannend zu hören, wie hier musikalische Paradigmen der westlichen zeitgenössischen Musikszene übernommen, diese transformiert und durch eigene Paradigmen ersetzt werden. So entsteht ein umfassenderer und neuer Blick auf das zeitgenössische Musikschaffen über die rein westliche Perspektive hinweg.

Neben ausgewählten Werken des Albums „EAST-WEST-CENTRAL-SOUTH“ von Clare Loveday, Andile Khumalo und Bongani Ndodana- Breen, erklingen, dramaturgisch sinnvoll ergänzt, Klavierwerke der aktuellen afrodiasporischen New Yorker Szene mit Stücken von Hannah Kendall, Alyssa Regent und Julius Eastman.

Ein Klavierabend von seltener Intensität erwartet das Publikum: reich an Kontrasten, überraschend in seinen Ausdrucksformen und getragen von Werken, die bisher nur selten den Weg ins Konzertprogramm finden. In Jan Gerdes begegnet man einem Interpreten, der diese Klangwelten mit sensibler Gestaltungskraft und künstlerischer Vision auf höchstem Niveau erfahrbar macht.

 

Programm:

Teil 1 Afrika:

Clare Loveday (ZA,*1967):                  Johannesburg Etude 1 (2012)

                                                               Johannesburg Etude 2 (2015)

Andile Khumalo (ZA,*1978):                Schau-fe[r]n-ster II for piano (2014)

Bongani Ndodana-Breen (ZA,*1975): Isiko (2019)

Teil 2 Afrodiaspora:

Alyssa Regent (FR*1995):                  6 Miniatures for Solo Piano (2020)

                                                                (based on Four Quartets by T.S.Eliot)

Hannah Kendall (GB,*1984):             Processional (2018)

Julius Eastman (US,1940-1990):      Piano 2 for solo piano  (1986)

 

 

Der Pianist Jan Gerdes gehört zu den interessantesten und vielseitigsten Musikern seiner Generation. Als vielfach ausgezeichneter Pianist zwischen Tradition und Avantgarde beherrscht er sowohl das klassisch-romantische als auch das zeitgenössische Repertoire. 

So spielt er in seinen vielfältigen Soloprogrammen sowohl Bachs Goldberg- Variationen als auch Karlheinz Stockhausens Klavierstücke.

Jan Gerdes studierte Klavier an den Musikhochschulen Hannover und Detmold bei den Professor-innen Kurt Bauer, Nerine Barett und Renate Kretschmar- Fischer und besuchte Meisterkurse bei weiteren namhaften Pianisten wie Anatol Ugorski, Halina Czerny-Stefanska oder Edith Picht- Axenfeld. Eine internationale Konzerttätigkeit führte den vielfach ausgezeichneten Künstler in viele Länder Europas, nach Südamerika und Fernost. Er gastierte bei namhaften Festivals wie dem Schleswig-Holstein- Musik- Festival, Maerzmusik Berlin, Gaudeamus-Woche- Rotterdam, den Dresdner Musikfestspielen, Bregenzer Festspielen, Festival Memmix Palma de Mallorca, Festival Chiffren, den Stockhausen- Kursen, Festival Musica Straßburg, Kunstfest Weimar, Centre Acanthes Metz, den Haller Bachtagen, Ultraschallfestival Berlin, Beethovenfest Bonn, den Weingartner Tagen Neuer Musik, dem Westfälischen Musikfest und den Ferienkursen für Neue Musik Darmstadt und trat in den großen Konzertsälen wie Berliner Konzerthaus, Kölner Philharmonie, Essener Philharmonie, Konzerthaus Wien, Freiburger Konzerthaus, Tonhalle Düsseldorf Alte Oper Frankfurt und Berliner Philharmonie auf.

Er machte CD-, Fernseh- und Rundfunkaufnahmen für den NDR, WDR, MDR, HR, RB,

ORF, Deutschland Radio Berlin sowie beim Label Ambitus. 2008 erschien seine erste Solo-

CD `Gelände/Zeichnung` mit aktuellster zeitgenössischer Klaviermusik bei dem Label Zeitklang.

Gerdes arbeitete mit einigen der führenden zeitgenössischen Komponisten wie Karlheinz

Stockhausen, Wolfgang Rihm, Helmut Lachenmann und Peter Ruzicka zusammen und spielte Uraufführungen vieler weiterer Werke namhafter Komponisten wie Sidney Corbett, Peter Gahn, Brice Pauset, Moritz Eggert, Annette Schlünz, Markus Bongartz, Marcus Antonius Wesselmann und vielen mehr.

Als Grenzgänger zwischen Klassik, Neue Musik, Elektronica und Performance gründete er 2004 gemeinsam mit Thomas Andritschke das Improvisations- Kompositions- Duo „ EROL“, welches die Schnittstelle zwischen zeitgenössischer Klaviermusik und elektronischer Clubkultur auslotet. Das Album „ Die letzte Forelle“  erschien 2010. Seit 2018 arbeitet Jan Gerdes mit dem Berliner Elektronikkünstler und Techno-Produzenten Frank Bogdanowitz alias Dr. Nojoke als `rand`  zusammen. Im September 2022 erschien deren Debut- Album „ Peripherie“. Neben Aufführungen mit so unterschiedlichen Künstlern wie dem Schauspieler Christian Brückner oder der DJ`in Marusha entstanden auch zwei Filmprojekte der zeitgenössischen Oper Berlin, in denen er als Musiker und Schauspieler mitwirkte. Nach dem 2011 gemeinsam mit der Berliner Theatergruppe Nico and the Navigators auf die Bühne gebrachten szenischen Projekt `Petite Messe Solenelle` erfolgte 2017 eine neue gemeinsame Produktion `Im Gegensatz zu Dir`, in der Jan Gerdes als Musiker und Performer mitwirkt. Gemeinsam mit dem Musikpsychologen Dr. Schäfer entwickelte Jan Gerdes das Projekt `Das Geheimnis von Musik und Zeit`, welches als künstlerisch- wissenschaftliches Projekt im Rahmen der Dresdner Musikfestspiele im selben Jahr seine Uraufführung erlebte.

Darüberhinaus sind im Laufe der letzten Jahre eigene Klavier-Solokompositionen und Songs entstanden und ein Klavier- Soloprojekt mit dem Namen  `Songs & Improvisations`. Impulsgebend für dieses Projekt war das über die Jahre stetig wachsende Bedürfnis, die eigene musikalische Sprache, bei allem Respekt und aller Demut gegenüber den großartigen Qualitäten komponierter Musik des Repertoires, zu entdecken und ein Maß an musikalischer Entfaltung und Freiheit jenseits strengem Interpretentums zu erreichen.

Im Juli 2024 erschien das neue Album „ East-West-Central-South“ mit afrikanischer zeitgenössischer Klaviermusik beim Label Genuin, das von der Presse bereits überaus lobend erwähnt wurde. Erst vor kurzem kehrte Jan Gerdes von einer Tournee durch Südafrika mit Konzerten und Workshops in Johannesburg und Pretoria zurück.

Jan Gerdes lebt in Berlin und unterrichtet das Fach Klavier an der Universität Potsdam.

Er lehrte außerdem zeitgenössische Klaviermusik an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, dem Mozarteum Salzburg, Improvisation an der Musikhochschule Mannheim, der University of Liverpool, zeitgenössisches Lied an der Musikhochschule Detmold sowie Neue/experimentelle Musik an der Universität Potsdam.

www.jan-gerdes.de

 

Karten Abendkasse: 20,- / 15,- (Ermäßigung für Music-Loft Schüler, Schüler, Studenten, Aachenpass)

Unter 16 Jahren FREI !

Foto: Klaus Rudolph CC BY-SA 4.0

HÖREN & SPRECHEN ÜBER NEUE MUSIK

Helmut Lachenmann zum 90.sten - My Way (Film)

Freitag, 06.02.26 um 19:30 Uhr im Music Loft Studio der Klangbrücke Aachen

Unter den deutschen Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts ragt sicherlich Helmut Lachemann als Solitär hervor.
Er, der letzten November seinen 90. Geburtstag feiern konnte, galt wohl immer als der besondere unter den Neutönern – und das seit weit mehr als einem halben Jahrhundert.
 
Dies wurde mir nochmals bewußt, als ich rund um seinen Geburtstag gleich zwei Konzerte bei seiner Anwesenheit in der Kölner Philharmonie erleben durfte.
Zum ersten Mal hörte ich Helmut Lachenmann mit seinem 1. Streichquartett „Gran Torso“ in den 80er Jahren live mit dem damals jungen Arditti Streichquartett. Mit einem Freund war ich damals dafür extra nach Duisburg gefahren und wir waren baff erstaunt über diese Musik der experimentellen Klangerzeugung, die der Komponist als „musique concrète instrumentale“ erfunden hatte und fortan in seinen Kompositionen anwendete.
 
Seitdem hat mich das Schaffen Lachenmanns gefesselt und fasziniert. Diese „versteckte“ Schönheit in seiner Musik mit großer Freude immer wieder zu entdecken – ja zu genießen, hat bis heute Bestand.
 
Kurz vor seinem 90. Geburtstag hörte ich also in Köln „Concertini“ von 2005, ein Spätwerk, das großartig vom Ensemble Modern Orchestra aufgeführt wurde. Kurz nach seinem Geburtstag dann sein Klavierkonzert „Ausklang“ von 1985 mit dem SWR Symphonieorchester (Solist Jean-Francois Heiser und Dirgent Francois-Xavier Roth). Wiederum ein Erlebnis!
Der Film, den wir uns am 6.2. im Studio anschauen wollen, heißt „Helmut Lachenmann – My Way“ von Wiebke Pöpel. Er erscheint mir sehr gut geeignet, uns den Menschen und einzigartigen Komponisten näherzubringen.
 
Günter Härtel

Der Eintritt ist frei – Interessierte sind herzlich willkommen!

Die Treffen werden vorbereitet von Günter Härtel und Hans-Walter Staudte

KAISA PROMO

Kaisa’s Machine

Samstag, 31.01.2026 um 20 Uhr Klangbrücke Aachen

Kaisa’s Machine spiegelt die musikalische Vision der Bassistin Kaisa Mäensivu wider: mal schwungvoll und groovend, mitreißend und lebensfroh, dann wieder nachdenklich und geheimnisvoll. Ihre Musik bewegt sich zwischen Leichtigkeit und Tiefe und scheint die großen wie kleinen Tragödien des Lebens zu reflektieren. Das Bassspiel ist für Mäensivu ein zentrales Ausdrucksmittel, um diese Spannungsfelder hörbar zu machen.

Gegründet im Jahr 2015, feierte das Ensemble 2017 sein Debüt mit dem kompakten und fantasievollen Album In the Key of K. Kurz darauf zog Mäensivu nach New York und begann, sich international einen Namen zu machen. Trotz wechselnder Besetzungen blieb der Name Kaisa’s Machine bestehen. Auf dem renommierten Label Greenleaf Music, gegründet von Trompeter Dave Douglas, veröffentlichte sie das Album Taking Shape, ihr erstes Werk als New Yorkerin, sowie Moving Parts im Jahr 2025.

Mäensivus Kompositionen sind emotional vielschichtig und zugleich anspruchsvoll. Ihr Bassspiel steht oft im Zentrum der Musik: ein voller, resonanter Klang und ein prägnanter Anschlag, der sofort Wiedererkennungswert besitzt. Ihre Stücke erzählen Geschichten, überraschen mit klanglicher Vielfalt und bewahren stets eine spürbare Offenheit.


„Ich habe das Gefühl, dass diese Musik die Magie von New York einfängt – einen Ort, dessen Atmosphäre offen für Neues ist“, sagt Mäensivu.

“Strong, highly musical bass presence”London Jazz News
“A band of young aces”New York Times

Kaisa Mäensivu – bass
Max Zenger – sax
Rasmus Sorensen -piano
Joe Peri – drums

Karten Abendkasse: 20,- / 15,- (Ermäßigung für Music-Loft Schüler, Schüler, Studenten, Aachenpass)

Unter 16 Jahren FREI !

ANIRAHTAK Trio

Freitag, 16.01.2026 um 20 Uhr Klangbrücke Aachen

ANIRAHTAK – Stimme

Christian Ramond – Bass

Ludger Singer – Klavier 

Das Ensemble begann als Duo, bestehend aus Anirahtak (alias Ulla Marks) und Ludger Singer. Beide sind langjährige Weggefährten, die bei ihren musikalischen Ausflügen durch ein Repertoire – von Weill über Ellington bis zu Singers eigenen Kompositionen – oft den vorgegebenen Weg verlassen. Sie improvisieren frei, auch mit unvollständigen Fragmenten, und verzichten bewusst auf Notenblätter, um der Kreativität freien Lauf zu lassen.

 

Im Jahr 2006 wurde Christian Ramond erstmals beim „InFront Festival der GZM“ in Aachen Teil des Ensembles. Bei den darauffolgenden Konzerten in ganz Deutschland fügte er sich mühelos in die Gruppe ein und bereicherte sie mit seinem warmen Kontrabass-Sound, den er auch als Melodieinstrument versteht.

 

Gemeinsam entstehen Klangverflechtungen, die zwischen Jazz, Trash, Experiment und Trivialität pendeln – eine Mischung aus liebevoll-naiver und skurril-absurder Grundstimmung.

 

Karten Abendkasse: 20,- / 15,- (Ermäßigung für Music-Loft Schüler, Schüler, Studenten, Aachenpass)

Foto: Gerlinde Hipfl  CC BY-SA 4.0

HÖREN & SPRECHEN ÜBER NEUE MUSIK

Bernhard Lang (*1957 )

Beim ersten Treffen von Hören & Sprechen über Neue Musik im Jahr 2026 geht es um den 1957 in Österreich geborenen BERNHARD LANG.
Ab 1975 studierte er Philosophie, Germanistik, Jazztheorie, Klavier, Kontrapunkt und Harmonielehre. 1977 bis 1981 – noch während des Studiums – arbeitete er als Komponist, Arrangeur und Piainist mit verschiedenen Jazzgruppen. Danach begann Lang seine Beschäftigung mit Elektonischer Musik und Computertechnologie.
Lang zieht Anregungen aus diversen Genres: Avantgarde des 20. Jahrhunderts, historische europäische Kunstmusik, Jazz, Free Jazz, Rock, Punk, Techno und Elektronica. Oftmals stehen Phänomeme der „Wiederholung“ und das „Recyclen“ historischer Musiken im Mittelpunkt.
Die italienische Musikzeitschrift „Classic Voice“ zählt Bernhard Lang nach einer Bewertung durch mehr als 100 Experten für zeitgenössische Musik zu den zehn wichtigsten lebeden Komponisten.

Freitag, 09.01.26 um 19:30 Uhr im Music Loft Studio der Klangbrücke Aachen

Der Eintritt ist frei – Interessierte sind herzlich willkommen!

Die Treffen werden vorbereitet von Günter Härtel und Hans-Walter Staudte