Geräusch als Musik - Musik als Geräusch
Freitag, der 02.06.2017 um 20 Uhr im Seminarraum der Klangbrücke
Unter diesem Thema steht die Veranstaltungsreihe der GZM am kommenden Freitag. Der Satz von Wilhem Busch (sinngemäß) „Musik wird störend oft empfunden, weil stets sie mit Geräusch verbunden“ sollte hierbei modern durchleuchtet werden, wobei wir das „störend“ mal bewußt ausklammern wollen.
Komponisten wie Henry, Schaeffer und Lachenmann aber ebenso Klänge aus Natur, Technik und z.B. „Field recordings“ sollten Hintergrund und Diskussionstoff genug bieten. Lauschen wir also an diesem Abend den Beziehungen von Geräuschen und Musik nach.
Vorbereitet werden die Treffen von Hören und Sprechen über Neue Musik von Hans-Walter Staudte und Günter Härtel
Der Eintritt ist frei, daher ist für diese Veranstaltung keine Online-Kartenreservierung möglich.
BENJAMIN SCHAEFER - Quiet Fire
Mittwoch 31.05.17 um 20 Uhr
Klangbrücke Aachen
„Quiet Fire“ vereint fünf der spannendsten Stimmen der jungen europäischen Jazzszene. Von “Quiet” bis “Fire” – und mit “Quiet Fire” – lotet das hochkarätig besetzte Quintett Spannungs- und Gemütszustände aus. Die Band liebt den Sturm ebenso wie die Ruhe davor, umarmt Gewissheiten und wirft sie dann freudig über Bord, entwirft zeitlose Schönheiten für den verklingenden Moment. Ihr Ziel ist es, Musik zu schaffen, die ebenso musikalisch gehaltvoll wie emotional zugänglich ist.
Das Repertoire von „Quiet Fire“ stammt größtenteils aus der Feder von Benjamin Schaefer und verbindet dessen Liebe zur Komposition mit der Lust an Experimenten und spontaner Interaktion. Der mehrfach ausgezeichnete Pianist schätzt das gemeinsame Musikmachen als Gesprächssituation in einer abstrakten Sprache. Für seine neueste Unterhaltung öffnet er musikalische Räume, in denen fünf faszinierende Persönlichkeiten sich entfalten, einander herausfordern und unterstützen können. Einen besonderen Reiz bietet die Integration der Harfe in den Jazzkontext – ein Instrument mit ganz eigenem Klang, das wie das Klavier sowohl Melodie- als auch Harmoniefunktionen übernehmen und ein rhythmisches Fundament liefern kann.
Eine begeisterte Konzertbesucherin brachte es kürzlich auf den Punkt: „Das einzige, was schade ist, sind die Pausen zwischen den Stücken – man möchte einfach immer weiter zuhören.“
James Wylie (Altsaxophon), Kathrin Pechlof (Harfe), Benjamin Schaefer (Piano), Max Andrzejewski (Schlagzeug), Igor Spallati (Kontrabass)
Karten Abendkasse: 15,- / 10,- (Ermäßigung für Schüler, Stundenten, Aachenpass)
STEVE HOUBEN meets SKR Trio
Sonntag 28.05.17 um 20 Uhr
Klangbrücke Aachen
Steve Houben wurde 1950 in eine Musikerfamilie geboren. Schon früh begeisterte ihn sein Onkel, der Saxophonist Jacques Pelzer aus Lüttich, für Jazz. Nach einem Studienaufenthalt am Berklee College in Boston gründet er Mitte der 1970-er Jahre zusammen mit Henri Poesseur das Jazz-Seminar am Lütticher Konservatorium, einem der ersten dieser Art in Europa. Während dieser Zeit formieren sich die Gruppen Solstice, später Mauve Traffic mit Bill Frisell, Greg Badolato, Kermit Driscoll, Michel Herr und Vinnie Johnson, mit denen er durch Europa tourt. Im Laufe seiner langen Karriere sammelte Steve Erfahrungen in unterschiedlichsten musikalischen Stilen – Jazz, Fusion, Klassik, Weltmusik – und zählt heute zu einer festen Größe auf der europäischen Musikszene. 2000 erhielt er den
Jazzpreis Django D’Or. Er spielte mit legendären Musikern wie Chet Baker, Gerry Mulligan, Clark Terry, Joe Newman, Lee Konitz, Toots Thielemans, Philip Catherine…Während einiger Jahre leitete er die Saxophonklasse der Jazzabteilung am Königlichen Konservatorium in Brüssel und war 2012 – 2015 Direktor des Königlichen Konservatoriums in Lüttich.
Gitarrist Norbert Scholly, Bassist Christian Ramond und Stefan Kremer am Schlagzeug experimentieren auf ihre ganz eigene Art mit Themen aus dem „American Songbook“. Reduziert auf den Sound des klassischen Jazzgitarrentrios begeben sie sich gleichsam mit kleinemGepäck auf ihre musikalischen Expeditionen.
Karten Abendkasse: 15,- / 10,- (Ermäßigung für Schüler, Stundenten, Aachenpass)
Portraitkonzert Anno Schreier
Sonntag 30.04.17 um 20 Uhr
Klangbrücke Aachen
Der 1979 in Aachen geborene Anno Schreier ist einer der wichtigen Opernkomponisten seiner Generation. In seiner Heimatstadt waren in den vergangenen Jahren mehrfach Werke von Anno Schreier zu hören. Im Dezember 2013 wurde seine multinationale Polarkomödie „Prinzessin im Eis“ mit großem Erfolg am Theater Aachen uraufgeführt. Zum Karlsjahr 2014 komponierte Anno Schreier die Kantate „Astolfo auf dem Mond“, die durch den Sinfonischen Chor und das Sinfonieorchester Aachen im Eurogress zur Aufführung kam. Bei dem Portraitkonzert soll nun vor allem Anno Schreiers umfangreiches Schaffen im Bereich des Klavierliedes präsentiert werden. Dafür konnten zwei junge Künstlerinnen gewonnen werden, die bereits mehrfach als Interpretinnen von Anno Schreiers Musik hervorgetreten sind. Die Sopranistin Katharina Hagopian gestaltete im Jahre 2013 die Hauptrolle in Anno Schreiers Oper
„Prinzessin im Eis“ am Theater Aachen. Mit der Pianistin Naré Karoyan arbeitet die Sängerin bereits seit ihrem Studium als Liedduo zusammen, und hat mit ihr gemeinsam im April 2015 den Liederzyklus „Träume bloß noch“ nach Gedichten von Christian Morgenstern uraufgeführt, den Anno Schreier für sie komponiert hat. Dieses neue Werk wird im Zentrum des Konzertes stehen, dazu treten Lieder nach Gedichten von Joseph von Eichendorff, sowie der Liederzyklus „Fuoco e lagrime“, der Gedichte von Michelangelo Buonarroti mit
Texten des zeitgenössischen Lyrikers Marcel Beyer kombiniert.
Katharina Hagopian (Sopran) und Naré Karoyan (Klavier)
Karten Abendkasse: 15,- / 10,- (Ermäßigung für Schüler, Stundenten, Aachenpass)
Wäschekorb der GZM
Freitag, der 07.04.2017 um 20 Uhr im Seminarraum der Klangbrücke
Zugeschickt, ausgepackt und aufgelegt: dabei wollen wir aus den vielen Zusendungen von Musik, die permanent den Musikverein erreichen nach Lust & Laune Beispiele auswählen, gemeinsam anhören und besprechen.
Mitmachen ist also an diesem Abend angesagt. Auf Spaß und Freude bei dieser Recherche sind wir gespannt.
Vorbereitet werden die Treffen von Hören und Sprechen über Neue Musik von Hans-Walter Staudte und Günter Härtel
Der Eintritt ist frei, daher ist für diese Veranstaltung keine Online-Kartenreservierung möglich.
Vicente Bögeholz & Juanjo Mosalini
Freitag, 31.03.17 um 20 Uhr Klangbrücke Aachen
Klangliche Vermischung von Bandoneón und Gitarre auf lateinamerikanischer Basis mit europäischer Identifikation. Dies prägt seit 17 Jahren die Musik von Bögeholz & Mosalini. Bislang hat das Duo Klassiker des argentinischen Tangos, zeitgenössische Stücke und Auftragskompositionen eingespielt. Auf ihrer neuen Produktion wenden sie sich auch persönlich geprägten Arrangements und Eigenkompositionen zu – mit hörbarer Nähe zur Natur: ein lebhaft tönender Fluss wird zum Klangstrom, der chilenische Ort Puerto Varas entsteht als Bild vor dem inneren Auge des Hörers, es erklingt die Erinnerung an einen Tag im Delta des Tigre-Flusses, ein paar Minuten von Buenos Aires entfernt. In ihren virtuos angelegten Kompositionen verschmelzen die verschiedenen stilistischen Inspirationsquellen auf natürliche Weise zu einem neuen, stimmigen und subtilen Klangkosmos.
Juanjo Mosalini (Bandoneón)
Vicente Bögeholz (Gitarre)
Karten Abendkasse: 15,- / 10,- (Ermäßigung für Schüler, Stundenten, Aachenpass)
Karten Abendkasse: 15,- / 10,- (Ermäßigung für Schüler, Stundenten, Aachenpass)
Nachruf Professor Dr. Winfried Pape
2009 in der Klangbrücke, Foto: Ullrich Stiens
Am Dienstag, den 21. Februar 2017 frühmorgens ist unser langjähriges Mitglied Professor Dr. Winfried Pape von uns gegangen.
Wir verlieren mit ihm einen hochgebildeten Wissenschaftler auf dem Gebiet der Musik der Avantgarde und auf dem Gebiet der populären Musik.
Er verfasste zahlreiche wissenschaftliche Beiträge unter anderem über frühe Prägung durch die Musik, Auswirkungen der Musik aus der Sicht der Gehirnforschung, soziologische Untersuchung über Verteilung von Präferenzen der unterschiedlichen Genres der Musik. Diese, und besonders hervorzuheben, sein Buch über das Violoncello, ein Referenzwerk über sein ureigenes Instrument, haben ihn international bekannt gemacht. Er ist Autor der Geschichte der Gesellschaft für Zeitgenössische Musik, wie sie 2014 veröffentlicht wurde.
Die Gesellschaft für Zeitgenössische Musik in Aachen ist Professor Winfried Pape besonders dankbar, dass er sich unermüdlich für das Verständnis und die Ausübung zeitgenössischer Musikpraxis eingesetzt hat
Wenn es um Musik und deren Bedeutung und ihrer Qualität ging, konnte er in Fachkreisen sehr kompromisslos sein.
Menschen aber, die mit der Musik des 20. und des 21. Jahrhunderts nicht vertraut waren, umwarb er. Um diesen in der neuen Musik nicht Erfahrenen Kenntnisse, schließlich Gefühle für das Neue zu vermitteln, gründete er die Reihe „Hören und sprechen über neue Musik“.
Die Idee war und ist, ohne Vorkenntnisse Musik anzuhören, darüber sprechen zu können, und gegebenenfalls unter seiner Anleitung, Hinweise zur Einordnung, zur Entstehungsgeschichte, oder zur Einschätzung des Gehörten zu bekommen.
Dabei nutzte ihm seine ungeheure Erfahrung in der praktischen Ausübung der unterschiedlichsten Musikstile, die er auch bei eigenen Erstaufführungen neuerer Kompositionen aber auch im Zusammenspiel mit Jazzgrößen wie Ekkehard Jost, Dieter Manderscheid, und vielen anderen gesammelt hat.
Er machte aus seiner Liebe zur Musik der Klassik, der Schönberg Schüler und besonders Bela Bartoks kein Hehl, zuletzt beschäftigte er sich mit dem Werk von György Kurtag.
Auf seine Lieblingsstücke, die ihn sein ganzes Leben begleitet haben, angesprochen antwortete er ohne nachdenken zu müssen, dass er die Arpeggione Sonate von Franz Schubert, die Cellosuiten von Johann Sebastian Bach und von Olivier Messiaen das Quatuor pour la fin du temps (deutsch: Quartett für das Ende der Zeit) ganz besonders geschätzt hätte.
Das hinderte ihn aber nicht, mit seinen Freunden Hausmusik zu betreiben und Melodien im Duo mit Saxophon oder Klarinette, oft unterstützt durch das Klavier, von Dave Brubeck, Thelonius Monk, den Beatles, Michel Legrand, Volkslieder aus Deutschland aus dem 15. Jahrhundert, französische Chansons, allen voran von Georges Brassens die Chasse aux papillon mit Augenzwinkern und Freude dem geladenem Publikum zu Gehör zu bringen, nachdem er ihnen klassisch, im Sinne der Hochkultur mit seinem Streichquartett eines der schwierigen Quartette von Joseph Haydn vorgetragen hatte.
An seinem 80. Geburtstag spielte er im Trio die von ihm selbst ausgesuchte Musik von Bela Bartok aus dem Mikrokosmos. Es war ein schönes unbeschwertes Fest im Garten und wir ahnten nicht, dass es das letzte dort mit ihm war.
Wir verlieren mit Winfried Pape einen engagierten Menschen für die Welt der Musik in ihrer ganzen Breite und einen Freund, ein Original, der gerne feierte und gerne diskutierte, besonders wenn es kontrovers zugehen konnte.
Wir vermissen ihn schon jetzt und werden ihn nicht vergessen.
Hans Walter Staudte
"Generation Kill" von Stefan Prins
Freitag, der 03.03.2017 um 20 Uhr im Seminarraum der Klangbrücke
das Multimedia-Stück“ Generation Kill“ von Stefan Prins, einem flämischen Komponisten mit Schwerpunkt elektronische Techniken sollen ganzer Länge von 28 Minuten vorgeführt werden. Das Thema ist die permanente Unklarheit, wer für das gehörte oder gesehene in dieser Performance verantwortlich ist: die Spieler der mit Instrumente, die Controller der vier PlayStations oder kommt alles aus der Konserve? Stefan Prins hat noch weitere Werke mit Klavier und Video Darstellung komponiert. Darüber wollen wir sprechen.
Vorbereitet werden die Treffen von Hören und Sprechen über Neue Musik von Hans-Walter Staudte und Günter Härtel
Der Eintritt ist frei, daher ist für diese Veranstaltung keine Online-Kartenreservierung möglich.
Gelikte Musik entstanden ab dem Jahr 2000
Freitag, der 03.02.2017 um 20 Uhr im Seminarraum der Klangbrücke
Genre offen, also Lieblingsstücke mitbringen und vorspielen. Wir wollen Eure Favoriten kennen lernen.
Vorbereitet werden die Treffen von Hören und Sprechen über Neue Musik von Hans-Walter Staudte und Günter Härtel
Der Eintritt ist frei, daher ist für diese Veranstaltung keine Online-Kartenreservierung möglich.