HÖREN & SPRECHEN ÜBER NEUE MUSIK
Rand Steiger (*1957 - amerikanischer Komponist für elektroakustische Musik und Mikrotonalität)
Freitag, 02.10.26 um 19:30 Uhr im Music Loft Studio der Klangbrücke Aachen
Der Eintritt ist frei – Interessierte sind herzlich willkommen!
Die Treffen werden vorbereitet von Günter Härtel und Hans-Walter Staudte
FUCHSTHONE ORCHESTRA - PEAKS & PLOTS
Donnerstag, 01.10.26 um 20 Uhr Klangbrücke Aachen
Ein Orchester als Seismograf der Gegenwart: Mit ihrem 22-köpfigen Fuchsthone Orchestra
verwandeln Christina Fuchs und Caroline Thon Ereignisse, Begegnungen und politische
Spannungen in eindringliche orchestrale Klanggeschichten.
Ein State-of-the-Art zeitgenössischer Jazz-Großensembles, reich an Texturen, brillanten
Arrangements und solistischen Glanzlichtern.
Album Release FUCHSTHONE ORCHESTRA – PEAKS & PLOTS :
29.5.2026 UNIT Records (UTR 5286)
Virtuos und dringlich. So lässt sich die Musik des herausragenden 22-köpfigen „Fuchsthone
Orchestra“ von Christina Fuchs und Caroline Thon beschreiben – beide erfahrene Big-Band-
und Ensemble-Leiterinnen, die sich 2019 zusammentaten, um in Köln ein gemeinsames
Orchester zu gründen, für das sie ihre jeweiligen Kompositionen schreiben und
dirigieren. 2023 veröffentlichten sie ihr Debütalbum „Structures & Beauty“, jetzt erscheint ihr
Folgealbum „Peaks & Plots“, mit der griechischen Vibrafonistin und Perkussionistin Evi Fillipou
als Gastsolistin des Orchesters.
„Peaks“, das sind die Höhepunkte, Ereignisse, Begegnungen und Erfahrungen des Jahres 2025,
von den beiden Komponistinnen musikalisch umgesetzt in „Plots“, den Handlungssträngen und
Erzählungen. Wie von „Savita“, komponiert von Caroline Thon und gewidmet der jungen
deutschen Ukrainehelferin Savita Diana Wagner, die in ihrem berührenden Front-Blogtagebuch
über den Krieg schrieb und während ihres Hilfseinsatzes getötet wurde. Wie in „Taksim“ von
Christina Fuchs, mit Field Recordings aus Istanbul, den Gesängen der Muezzin und
Stadtgeräuschen als Gesamtklangbild der Metropole. Entstanden auch in der Zeit politischer
Unruhen, als sie sich während einer Künstlerinnenresidenz dort aufhielt. „Taksim“ ist der Name
des zentralen Platzes, bedeutet jedoch auch darüber hinaus „musikalische Improvisation“.
Oder in der unruhigen, sich zur Revolte steigernden Komposition „Le Champ“ von Caroline
Thon, basierend auf der Feldtheorie des Soziologen Pierre Bourdieu, als Appell für gerechtere
Ressourcenverteilung. Einige Stellen, so Thon, hätten die aggressive Energie von Rockmusik,
verbunden mit elektronischer Minimal Music, dem Element von Wort als Klang und den
metallisch-melodischen Klangflächen des Vibrafons von Evi Fillipou. Beim Komponieren folge
sie auch Bela Bartóks Kernmotiv-Theorie, durch fortlaufende Variation ein komplexes
Musikwerk aus einer einzigen kompositorischen Zelle zu entwickeln.
Christina Fuchs beschreibt ihre kompositorische Praxis als Klangsuche und Erweiterung. Mit
dem Rhythmus beginnend, entwickelt sie kompositorische Skizzen, die als Fragmente zu
Klangcollagen werden. Zu Schichten, die sich wie Ereignisse ineinander und übereinander
legen. „Jeder Akkord hat eine Vertikalität für mich“, erklärt sie. Caroline Thon beginnt mit einer
melodischen Idee, die sich zu einer Gesamtkomposition erweitert. Mit ineinander
geschichteten Spannungsbögen.
Immer auch mit dem Anspruch, mit gesellschaftspolitischen Themen auch künstlerisch Stellung
zu beziehen und dazu ihr kompositorisches Spektrum kontinuierlich klanglich zu erweitern
und zu vertiefen. Fuchs und Thon arbeiten mit verdichteten rhythmischen und melodischenTexturen geklöppelter Klangstrukturen, Elektronik und Live-Sampling der Computermusikerin
und Klangkünstlerin Eva Pöpplein, die sie mit Big-Band-Bläser-Sätzen, Violine und Gesang zu
einem Gesamtkunstwerk werden lassen.
Genre-Grenzen erweiternd und aufhebend bilden sich Noise-Flächen, in die virtuose
Bläsersätze eintauchen, aus denen sich Soli und improvisatorische Binnenflächen herauslösen,
sich bis zum Flüstern verlangsamen, um dann wieder zu einer großformatigen Klanglandschaft
zu werden. Zu einer Dynamik von Stille und der Energie ausbrechender, brachialer Tutti.
Meisterhaft geleitet von den beiden Dirigentinnen, als klangliche Erzählung und Nachspüren
von Form und Material, von Peaks & Plots.
FUCHSTHONE ORCHESTRA Line up
Christina Fuchs & Caroline Thon (Leitung, Komposition, Dirigat)
Feat. Evi Filippou (perc, vibraphon)
Roger Hanschel, Julian Drach, Veit Lange, Pierre de Stefano, Tini Thomsen (saxes)
Nils Attermeyer, Matthias Knoop, John-Dennis Renken, Matthias Bergmann (trumpets)
Philipp Schittek, Matthias Schuller, Moritz Anthes (trombones)
Wolf Schenk (basstrombone, tuba), Zuzana Leharovà (violin)
Barbara Barth (voice), Laia Genc (piano), Andreas Wahl (guitar), Alex Morsey (bass)
Jens Düppe (drums), Eva Pöpplein (electronics, live samples)
Karten Abendkasse: 25,- / 15,- (Ermäßigung für Music-Loft Schüler, Schüler, Studenten, Aachenpass)
Unter 18 Jahren FREI ! (Begrenztes Kontingent)
EU JAZZ - REAL BOOK LIVE !
Donnerstag, 24.09.2026 um 20 Uhr Klangbrücke Aachen
50 Jahre Euregio Maas-Rhein, EuJazz.com und ein Doppelalbum Release
Im Jahr des 50-jährigen Bestehens der Euregio Maas-Rhein darf bei der GZM in Aachen besonders gefeiert werden.
Seit vielen Jahren steht die GZM im engen Austausch mit Partnern aus Maastricht, Heerlen, Lüttich, Eupen und Hasselt, die in dieser Drei-Länder-Metropolregion eine gemeinsame Promotion für Jazzkonzerte und Kontaktbörse für Jazzmusiker betreiben: ein kreativer und produktiver, sich gegenseitig befruchtender Raum für aktuellen Jazz.
Nachdem kürzlich eine Serie euregionaler „Real Books“ (nach dem Vorbild der referenziellen, amerikanischen Originals) im Druck erschienen ist, werden beim Konzert auf der Klangbrücke sowohl ein Doppelalbum mit bislang unveröffentlichten Titeln aus diesen Real Books als auch die komplette Sammlung der digitalen Versionen präsentiert: vier Real Books (Aachen, Lüttich, Limburg-NL und Limburg-B) mit über 300 Kompositionen von mehr als 100 KomponistInnen aus der Euregio Maas-Rhein bilden ein beeindruckend breites Spektrum des musikalischen Schaffens im Dreiländereck ab.
Am 24.9.2026 treten zwei Bands zu einem Doppelkonzert an, bei dem ausgewählte Titel aus diesen Real Books aufgeführt werden.
Für die Provinz Lüttich reist ein Quintett um André Klenes an, mit:
Jean-François Foliez, Klarinette/ Saxophon
Daniel Chavet, Guitar
Pirly Zurstrassen, Piano
Mimi Verderame, Drums
André Klenes, Bass
Die Aachener „Real Book Messengers“ sind:
Johannes Flamm, Klarinette/ Saxophon
Heribert Leuchter, Saxophone
Gero Körner, Piano
Steffen Thormählen, Drums
Werner Lauscher, Bass
Die Kompositionen der Online Ausgabe aller euregionaler Real Books stehen ab sofort unter eujazz.com zum Download bereit. Daneben sind hier auch diverse Studio- und Live-Aufnahmen dieser Stücke hören.
Karten Abendkasse: 25,- / 15,- (Ermäßigung für Music-Loft Schüler, Schüler, Studenten, Aachenpass)
Unter 18 Jahren FREI ! (Begrenztes Kontingent)
ELKE BARTHOLOMÄUS & ENSEMBLE
Samstag, 12.09.2026 um 20 Uhr Klangbrücke Aachen
Die in Köln und New York ausgebildete Vokalistin und Komponistin Elke Bartholomäus ist seit langem eine Konstante in der Kölner Musikszene, u.a. an der Seite von Ralf Werner (DIE KULTURTECHNIKER), und nahm u.a. für das WDR Studio Akustische Kunst auf. Als
Grenzgängerin im Spannungsfeld zwischen Contemporary Jazz und Neuer Musik experimentiert sie auf sensible Weise mit den Möglichkeiten des Intruments Stimme und mit innovativen Songformen.
Offene Textstrukturen treffen auf minimalistische Ansätze und modale Elemente und werden live zu schwebenden bis treibenden Stimmungsfeldern verdichtet. Dabei setzt Bartholomäus ihre Stimme über die Interpretation von Texten hinaus als dynamische instrumentale Textur ein und lässt so gemeinsam mit ihrer hochkarätigen Band emotional mitreißende, facettenreiche
Soundscapes entstehen – oft mit überraschenden Wendungen.
Ihr vielgelobtes Debutalbum “To Speak” erschien bei JazzHaus Musik.
Elke Bartholomäus – Stimme, Komposition
Niklas Roever – Klavier
Jonas Stuppin – Gitarre
Fabian Berghofer – Kontrabass
Simon Bräumer – Schlagzeug
www.elke-bartholomaeus.de
https://jazzhausmusik.de/de/detail/jhm-308.html
Karten Abendkasse: 25,- / 15,- (Ermäßigung für Music-Loft Schüler, Schüler, Studenten, Aachenpass)
Unter 18 Jahren FREI ! (Begrenztes Kontingent)
REINER WITZEL GROUP feat. JOYCE NUHILL
Samstag, 05.09.2026 um 20 Uhr Klangbrücke Aachen
Das neue Quintett des Düsseldorfer Saxophonisten Reiner Witzel vereint die Tiefe und Lebendigkeit des Jazz mit der Coolness zeitgenössischer Musik-Stile von Neo Soul bis Trap.
Die bildhaften und eingängigen Kompositionen und Arrangements des Bandleaders, umgesetzt von einer hochkarätig besetzten Band, bestehend aus dem Chaka Khan-Keyboarder Jesse Milliner, Markus Schieferdecker am Bass, Jan Leipnitz an den Drums und der
charismatischen Sängerin und Rapperin Joyce Nuhill, treffen Bauch, Herz und Beine und versprechen ein bleibendes Live-Erlebnis.
„Reiner’s soulful, powerful playing inspires me to do things I’ve never played before, very intense and at the same time extremely warm and expressive, an interesting balance between fire, energy and meditative calm.“ (Richie Beirach)
„A highly-engaging experience for a listener“ (London Jazz News / UK
Karten Abendkasse: 25,- / 15,- (Ermäßigung für Music-Loft Schüler, Schüler, Studenten, Aachenpass)
Unter 18 Jahren FREI ! (Begrenztes Kontingent)
HÖREN & SPRECHEN ÜBER NEUE MUSIK
Christine Groult (*1950 - französische Komponistin der elektonischen Musik und musique concrete)
Freitag, 04.09.26 um 19:30 Uhr im Music Loft Studio der Klangbrücke Aachen
Der Eintritt ist frei – Interessierte sind herzlich willkommen!
Die Treffen werden vorbereitet von Günter Härtel und Hans-Walter Staudte
JUNGES PODIUM - Die Weiße Rose - Eine Kammeroper von Udo Zimmermann
Freitag, 17.07.26 um 19 Uhr Klangbrücke Aachen
Weiße Rose
Szenen für 2 Sänger*innen und 15 Instrumentalist*innen von Udo Zimmermann
1986 Uraufgeführt, Libretto: Wolfgang Willaschek, Spieldauer: ca 1Std 15min
Die Kammeroper Die Weiße Rose von Udo Zimmermann begleitet die Geschwister Hans und Sophie Scholl in der letzten Stunde vor ihrer Hinrichtung. Gemeinsam mit seinem Librettisten Wolfgang Willaschek entwirft Komponist Udo Zimmermann aus Tagebucheinträgen, Briefen und Aufzeichnungen ein eindringliches inneres Porträt zweier junger Menschen, die für Freiheit und Wahrheit ihr Leben riskierten und verloren.
Für die Klangbrücke entsteht daraus ein Abend, der sich dem Thema Erinnern im doppelten Sinne widmet: Hans und Sophie erinnern sich an ihr Leben und wir sind aufgefordert, uns zu erinnern. Nicht nur an sie, sondern an das, wofür sie standen.
Doch wie erinnern wir uns? Und was bedeutet dieses Erinnern heute?
Gerade in einer Zeit, in der Forderungen nach einem „Schlussstrich“ unter der deutschen Vergangenheit wieder lauter werden, stellt sich diese Frage mit neuer Dringlichkeit. Welche Bedeutung hat Erinnerungskultur heute und welche Verantwortung erwächst aus ihr?
Valerie Haunz: Sopran
Tim Winkelhöfer: Bariton
Thomas Moore: Musikalische Leitung
Felix Scharff, Jonathan Linde: Regie
EINTRITT FREI!
MOUNT MEANDER
Samstag, 04.07.2026 um 20 Uhr Klangbrücke Aachen
Das transnationale Improvisationsquartett feiert 10-jähriges Jubiläum!
Gegründet in Kopenhagen veröffentlichte Mount Meander im Jahr 2016 ihr hochgelobtes Debüt-Album beim legendärem, portugiesischem Label „Clean Feed“.
Es folgten zahllose Konzerte in ganz Europa und ein weiteres Album „Live in Berlin“ im Jahr 2019. Nun veröffentlicht die Band bereits ihr drittes Album welches auf einer Tour 2024 entstand.
Folgendes schreibt der Clean-Feed Chef Pedro Costa über die Band:
„Confirming that jazz is an universal language, here is a trans-national quartet featuring musicians from Germany, Latvia and Poland, in the two last cases living in Copenhagen. If you don’t recognize the names of these four representatives of a new generation of European musicians, namely Karlis Auzins, Lucas Leidinger, Tomo Jacobson and Thomas Sauerborn, certainly you’ll know some of those with whom they already established exciting partnerships: John Tchicai, Mat Maneri, Lotte Anker, Andrew D’Angelo, Adam Rudolph, Randy Peterson, Kresten Osgood, Sidsel Endresen and Frank Gratkowski. This gives you an idea of what to expect: music with an attitude, and the attitude is to function as one organism. Not a simple gathering of four individuals, but a complete being committed to intuitive and collective free improvisation. Does it mean this is non-idiomatic improvised music, to use the label invented by Derek Bailey? Not quite: the band Mount Meander uses musical idioms to tear down the borders between jazz, the avant-garde, world music, rock and pop, and precisely because this CD isn’t about genres. It’s all about unity, equality, trust and communication. Are you ready for them? „
– Pedro Costa (Clean Feed Records)
Kārlis Auziņš – saxophones
Lucas Leidinger – piano
Tomo Jacobson – double bass
Thomas Sauerborn – drums
https://www.youtube.com/watch?v=qOdfDwkUZpo
https://www.youtube.com/watch?v=TgTcaIP2q-8
Karten Abendkasse: 25,- / 15,- (Ermäßigung für Music-Loft Schüler, Schüler, Studenten, Aachenpass)
Unter 18 Jahren FREI ! (Begrenztes Kontingent)
HÖREN & SPRECHEN ÜBER NEUE MUSIK
Tamara Stefanovic (*1973); serbisch-deutsche Pianistin Neuer Musik. Bernardo Sassetti (1970 - 2012); portug. Pianist und Komponist
In der letzten Veranstaltung vor der Sommerpause steht das Klavier im Zentrum.
Die 1973 in Jugoslawien geborene und ausgebildete Pianistin TAMARA STEFANOVIC ist eine herausragende Interpretin der Klaviermusik des 20. und 21. Jahrhunderts. In ihren Konzertprogrammen setzt sie gern stilistisch weit entfernte Komponisten durch verbindende Denkweisen und Motive in Beziehung.
Als ich Stefanovic erstmals auf Tonträgern hörte, war ich sofort hingerissen von ihrem Klavierspiel. Alles hört sich vollkommen selbstverständlich und richtig an.
The Guardian nennt das „furchtlos, umwerfend, einzigartig“.
Hingegen erscheint die Musik des portugiesischen Jazzpianisten und Komponisten BERNARDO SASSETTI (1970 – 2012) von großer Ruhe und Innerlichkeit geprägt.
Der durch einen tragischen Sportunfall früh Verstorbene hinterlässt uns (auch in seinen Filmmusiken) ein recht schmales Oeuvre von Schönheit und Kontemplation.
Günter Härtel
Freitag, 03.07.26 um 19:30 Uhr im Music Loft Studio der Klangbrücke Aache
Der Eintritt ist frei – Interessierte sind herzlich willkommen!
Die Treffen werden vorbereitet von Günter Härtel und Hans-Walter Staudte
ESKAPADEN V
Moderne Kammermusik mit Künstlerinnen und Künstlern aus Aachen und der Region
Samstag, 20.06.26 um 20 Uhr Klangbrücke im Alten Kurhaus
Die Gesellschaft für Zeitgenössische Musik (GZM) lädt zur fünften Ausgabe ihres besonderen Konzertformats ESKAPADEN ein – eine musikalische Entdeckungsreise jenseits klassischer Pfade.
Auch in diesem Jahr treten professionelle Musiker*innen aus Aachen und der Region aus ihrem gewohnten Repertoire heraus und begeben sich in neue Klangterritorien. Sie präsentieren Werke in moderner, zeitgenössischer oder avantgardistischer Musiksprache – voller stilistischen Wendungen, farbenreichen Klangbildern in wechselnden und oftmals sehr originellen Besetzungen.
Karten Abendkasse: 25,- / 15,- (Ermäßigung für Music-Loft Schüler, Schüler, Studenten, Aachenpass)
Unter 18 Jahren FREI ! (Begrenztes Kontingent)