BLUE(S) PLANET – IN FRONT FESTIVAL 2020 – Neue Musik Ensemble Aachen

Foto: Nastasja Futyma

BLUE(S) PLANET - IN FRONT FESTIVAL 2020

Freitag, 02.10.20 um 19:30 Uhr Klangbrücke Aachen

NEUE MUSIK ENSEMBLE AACHEN

Blue(s) Planet

Das Neue Musik Ensemble Aachen NMEAC präsentiert am zweiten Festivaltag sechs Uraufführungen von Komponisten/innen aus Aachen und der Region, sowie aus NRW.

Die im Auftrag der GZM entstandenen Kompositionen stellen sehr verschiedene Bezüge zum Thema des Festivals dar. So wurden Komponisten/innen inspiriert sich mit dem Ursprung und der Geschichte des Planeten, sowie mit der Natur zu befassen und diese musikalisch zu verarbeiten. Auch Audiovisuelle Kunst sowie Musiktheater sind im Programm vertreten.  Das (s) am Blue hat einige Komponisten/innen dazu animiert den Blues in ihrer Kompositionen zu integrieren und ihn zeitgenössisch zu verarbeiten. So werden in einer musikalischen Symbiose die Grenzen der Musikgenres aufgehoben. Ein unvergesslicher Abend mit den Klängen unserer Erde.

Werke von: Anno Schreier UA, Theodor Pauss UA, Adriana Sanchez UA, Joanna Stepalska – Spix UA, Jos Smeets UA, Viola Kramer UA sowie Toshio Hosokawa. 

 

Catharina Marquet – Sopran
Olaf Futyma – Flöten
Regina Pastuszyk – Klarinetten
Martin Schminke – Violine
Tom Morrison – Viola
Cornelia Briese – Cello
Manou Liebert – Harfe
Theo Pauss – Klavier


    BLUE(S) PLANET – IN FRONT FESTIVAL 2020 – Neue Musik Ensemble Aachen - 2. Oktober 2020





    Karten Abendkasse: 18,- / 10,- (Ermäßigung für Schüler, Stundenten, Aachenpass)

    Festival-Karte 45,-/25,-

    80 Jahre Reichspogromnacht

    Neue Musik Ensemble Aachen - Verfemte Komponisten, verbotene Musik

    Sonntag 28.010.18 um 19 Uhr Klangbrücke Aachen

    Musik und Schicksale jüdischer Komponisten unter dem Nazi-Terror – Musik, die nie (wieder) erklingen sollte!

    „Unser Wille, Kunst zu schaffen, ist immer so stark gewesen wie unser Wille zu überleben.“                          Pavel Haas, Theresienstadt

    Aus der Sicht eines Kindes beschreibt Mona Golabek in ihrer Autobiographie „Die Pianistin von Wien“ die Ereignisse der Pogromnacht. Noch bevor die offene Gewalt gegen die jüdische Bevölkerung nach der Kristallnacht legitimiert wurde, wurden jüdische Bürger verschiedenen Schikanen ausgesetzt. Der jungen Pianistin wurde der Klavierunterricht verwehrt, obwohl sie zu den begabtesten Schüler ihrer Lehrer gehörte. Aber es traf auch etablierte musikalische Persönlichkeiten, denen leitende Funktionen entzogen,  weitere Tätigkeit verwehrt und ihre Werke als Entartete Kunst bezeichnet und verboten wurden.

    Komponisten wie S. Adler und U. Mamlok mussten ihre Heimat verlassen. Andere wie Viktor Ullmann und Gideon Klein wurden zunächst nach Theresienstadt deportiert und dann mit sogenannten Osttransporten in die Konzentrationslager gebracht und dort ermordet. Zikmund Schul starb in Theresienstadt in Folge einer Tuberkulose. Jozef Koffler wurde nach Auflösung des Ghettos in Wieliczka erschossen. R. Wertheim musste sich lange Zeit auf Grund ihrer jüdischer Herkunft verstecken. Sie hat den Krieg schwer traumatisiert überlebt und starb vier Jahre nach Kriegsende.

    All diese Komponisten/innen schrieben Musik mit Blick in die Zukunft auf höchstem Niveau. Einige von Ihnen konnten nur ein großes musikalischen Versprechen hinterlassen und wurden in ihrer fruchtbaren Schaffensphase zum Schweigen gebracht, andere überlebten und  entwickelten eine eigene moderne Tonsprache.

    In diesem besonderen Konzert stellt das Neue Musik Ensemble Aachen die Kompositionen vor, die nie entstehen sollten oder zum Vergessen verurteilt wurden. Begleitet werden die Werke von Texten von und über die Komponisten/innen.

    Musik von:

    Zikmund Schul (1916-1944) 2 Chassidische Tänze für Viola und Cello op.15 (1941/42)
    Józef Koffler (1896-1944) Kantate , Die Liebe für Singstimme, Klarinette, Viola und Cello op.14 (1931)
    Viktor Ullmann (1898-1944) Brezulinka – Drei jüdische Lieder für Stimme und Klavier (1944)
    Gideon Klein (1919- 1945) Streichtrio (1944)
    Rosy Wertheim (1888- 1949) Trois Chansons für Flöte, Harfe, Stimme (1939)
    Marius Flothius ( 1914 -2001) Quintette, pour flûte, violon, alto, violoncelle et harpe, opus 97 , (1994/95)
    Ursula Mamlok (1923-2016) When summer sang für Flöte (Picc.),Klarinette, Violine, Cello und Klavier (1980)
    Samuel Adler 1928*Triolet für Flöte , Viola und Harfe (1989)

    Texte:

    U.a. aus dem autobiographischen Roman von Mona Golabek „Pianistin von Wien“, aus den 26 Kritiken über musikalische Veranstaltungen in Theresienstadt von Viktor Ullmann, aus Berichten des in Theresienstadt inhaftierten Geigers Thomas Mandl, aus dem Interview mit Samuel Adler.

    Ausführende:
    Catharina Marquet – Sopran
    Olaf Futyma – Flöten
    Regina Pastuszyk – Klarinetten
    Martin Schminke – Violine
    Tom Morrison – Viola
    Cornelia Briese – Cello
    Manou Liebert – Harfe
    Theo Pauss – Klavier

    Eva Weißenböck – Wort


      80 Jahre Reichspogromnacht - 28. Oktober 2018





      Karten Abendkasse: 15,- / 10,- (Ermäßigung für Schüler, Stundenten, Aachenpass)