Geschichte

Geschichte der GZM

Die 1988 gegründete Gesellschaft für Zeitgenössische Musik Aachen e.V. (GZM) hat mit der seit 1998 bestehenden KLANGBRÜCKE eine feste Infrastruktur erhalten.

Sie nutzt hier die Studiobühne, die Probe- und Seminarräume und ein Büro für die Umsetzung ihrer vielfältigen Aufgaben.

Die KLANGBRÜCKE ist Bestandteil des traditionsträchtigen, am Aachener Bushof gelegenen ALTEN KURHAUSES.

Die Stadt braucht einen Ort für kreative Entwicklung musikalischer Nischen, für zeitgemäße Impulse an das Musikleben, einen Raum für aktuelle Strömungen der Zeitkunst, einen Schutzraum gegen Lärm, Gleichmacherei und Monotonie der Musikindustrie, einen Ort für Experimente, Provokationen und Entdeckungen, für Unausgegorenes, Unvernünftiges und Unerhörtes.

Der Brückenbau über die Kurhausstraße im Zentrum des innerstädtischen Verkehrs wurde zur KLANGBRÜCKE. Sie ist Klangbrücke zwischen Produzenten und Interpreten zeitgenössischer Musik und dem Musikpublikum in Aachen. Die KLANGBRÜCKE ist Begegnungsort von Eigeninitiative und öffentlichem Engagement, Tradition und Neuzuschaffendem, von lokalen, euregionalen und transnationalen Künstlern und Musikliebhabern, Brücke zwischen den einzelnen Genres der heutigen Kunstszene. Kreativität braucht Kontinuität, braucht Raum.

Die Klangbrücke bietet nicht nur Raum für Begegnung auf dem Podium der Studiobühne. Im gleichen Haus werden auch Kurse und Seminare zum Musik lernen, machen und verstehen angeboten. Die Freie Musikschule music loft, die musikpädagogische Einrichtung der GZM, bietet seit 1989 ganzjährig eine breite Palette von instrumentalen und vokalen Ensembles sowie theoretische und praktische Unterweisung für alle Alters- und Vorkenntnisstufen an. Gelerntes kann auf der Studiobühne in Konzerten überprüft werden. Gerade die Vernetzung von kulturell-produktiven und musikpädagogischen Veranstaltungen gibt einen entscheidenden Impuls zum besseren Verständnis zeitgenössischer Musikströmungen wie Jazz, Neue Musik, Zeitgenössische Komponierte wie Improvisierte Musik und wirkt einer Verflachung und Vereinheitlichung der Hörgewohnheiten im täglichen (oft unbewussten) Musikkonsum entgegen. Musik wird in ihrem Entstehungsprozess und ihrer Entwicklung transparent gemacht und enttabuisiert. Die GZM schafft mit der KLANGBRÜCKE, mit dem Podium Studiobühne und den Seminar- und Übungsräumen die Voraussetzung und den Rahmen für kompetentes Produzieren und Genießen zeitnaher Musikrichtungen.

Neben einer Vielzahl von Einzelkonzerten bieten die Veranstaltungen Komponisten-, Solisten- und Musikerportraits, Filmreihen, Lesungen und Werkstattkonzerte sowie begleitende Ausstellungen zu den jeweiligen Themen.

Auch das seit 1988 von der GZM veranstaltete jährliche In Front Festival (ehemals Euregio Musiktage) hat nun einen festen Spielort gefunden. Darüber hinaus soll ein Musikarchiv aufgebaut werden und die Strukturen für grenzüberschreitende Kommunikation zwischen Künstlern und Veranstaltern ausgebaut werden.

Und genau in dieser Vielfalt möchte sich die GZM mit der KLANGBRÜCKE als Anlauf- und Begegnungstelle allen an Musik Interessierten vorstellen.